Treitler: Semmering-Straßentunnel ist mit Semmering-Bahntunnel nicht zu vergleichen

SP-Parnigoni wieder einmal falsch informiert

Niederösterreich, 18.3.98 (NÖI) Von einem Verkehrssprecher der SPÖ sollte man sich schon einen etwas besseren Informationsstand erwarten können, als dies bei Herrn Parnigoni der Fall ist. So
gibt es einige sehr wesentliche Unterschiede zwischen dem Semmering-Bahntunnel und dem Semmering-Straßentunnel, stellte
LAbg. Hans Treitler klar.
Zur Information an SP-Parnigoni:
1. Der Semmering-Straßentunnel ist im Gegensatz zum Semmering-Bahntunnel verkehrspolitisch absolut notwendig. So handelt es sich an dieser Stelle um eine echtes Nadelöhr und um einen Lückenschluß zwischen zwei Autobahnen.
2. Der Semmering-Straßentunnel ist im Gegensatz zum Semmering-Bahntunnel ökologisch unbedenklich, weil es sich um einen
Scheitel- und keinen Basistunnel handelt.
3. Es handelt sich beim Semmering-Straßentunnel im Gegensatz zum Semmering-Bahntunnel um drei kurze Tunnel und nicht um eine Monsterröhre. Darüber hinaus sind nur zwei Kilometer des Straßentunnels auf NÖ Gebiet und zwar auf gleicher Höhe, wie die Ghega-Bahn!
4. Die Finanzierung des Semmering-Straßentunnels steht durch die Autobahn-Vignette; im Gegensatz dazu soll das Geld für den Semmering-Bahntunnel aus den Taschen der Steuerzahler gezogen werden.

Der Vergleich dieser beiden Projekte ist daher mehr als nur hinkend, erklärte Treitler. Zu den rechtlichen Bedenken von SP-Parnigoni ist klarzustellen, daß diese völlig unbegründet und daher entbehrlich sind. "Für den Semmering-Straßentunnel wurden in den Jahren 1992 und 1993 zwei Naturschutz-Verfahren und ein Wasserrechtsverfahren durchgeführt. Dabei wurde natürlich auch die Wassersituation konkret angesprochen. Damit waren beim Baubeginn durch die ÖSAG alle rechtlichen Voraussetzungen gegeben. Im Zuge der Novellierung des Naturschutzgesetzes im vergangenen Herbst und aufgrund der Resolution des NÖ Landtages hat sich eine zusätzliche Bewilligungsplicht ergeben. Die ÖSAG hat darauf hin sofort um
diese zusätzlichen Bewilligungen bei der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen angesucht. Das heißt, Herr Parnigoni: Das
entsprechende Verfahren ist im Laufen! Ich bitte Sie daher, sich
in Zukunft besser zu informieren."

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