News berichtet in seiner kommenden Ausgabe 12/98 (19.3.98): Vorausmeldung zu NEWS

Bundespräsident Klestil für Volksabstimmung über Neutralität -Klestil im News-Interview: Nato-Beitritt soll nicht sofort, sondern erst nach Bevölkerungsvotum entschieden werden - Klestil zur Wiederkandidatur in News: Ich verzichte auf 12 Millionen Schilling

Wien (OTS) - Bundespräsident Klestil spricht sich in einem ausführlichen Interview für die morgige Ausgabe des Nachrichtenmagazins News für eine Volksabstimmung vor einem eventuellen Nato-Beitritt aus. Klestil meint in News, man könnte eine Entscheidung über einen Nato-Beitritt Österreichs "nicht treffen, ohne vorher die Bevölkerung gefragt zu haben". Klestil wörtlich im morgigen News: "Ich würde dieses Thema von einer Voksabstimmung entscheiden lassen, wenn es einmal soweit ist".

Klestil zeigt in dem NEWS-Interview überraschend große Sympathie für die abwartende Nato-Position der SPÖ und Kanzler Klimas. Klestil wörtlich in NEWS "Man muß die Frage 'Nato- ja oder nein' nicht heute und auch nicht jetzt entscheiden. Die Richtung muß stimmen. Wir müssen die dynamischen Änderungen der Nato laufend verfolgen - wir müssen bereit sein, am Aufbau des europäischen Sicherheitssystems mitzuwirken. Aber wir müssen nicht sofort eine Entscheidung treffen. Wenn's keine Einigung gibt, soll man in Ruhe weiterverhandeln, dann die Bevölekrung wirklich gut informieren - und dann das Volk entscheiden lassen".

Im NEWS-Interview, das morgen als Titelgeschichte erscheint, legt Klestil auch erstmals seine private finanzielle Situation offen. Der Bundespräsident betont, daß er als Pensionist derzeit 45 Prozent mehr Geld als bei seinem durch die Reform gekürzten Aktiv-Bezüge bekäme. Laut Klestil beträgt seine finanzielle Einbuße beim Gehalt gegenüber einer Pension in den kommenden sechs Jahren sechs Millionen Schilling, weitere sechs Millionen Schilling müsse er in den kommenden sechs Jahren an Pensionszahlungen leisten. Insgesamt bedeute somit seine Wiederkandidatur in den nächsten sechs Jahren einen Verzicht auf zwölf Millionen Schilling gegenüber einem eventuellen Ruhebezug.

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