Wiener Liberale: Ausbau des öffentlichen Verkehrs muß Bau der B 301 ergänzen

Hack: " Wir fordern als ergänzende Maßnahme Südverlängerung der U1 und Schaffung von Park-and-Ride-Plätzen."

Wien (OTS): "Wer behauptet, daß die B 301 als Einzelmaßnahme nachhaltig die Verkehrsprobleme im Südraum von Wien lösen kann, dem sollte man nicht trauen," reagierte heute die liberale Planungssprecherin, Mag. Michaela Hack, auf die von den betroffenen Bürgerinitiativen abgehaltene Pressekonferenz zur B 301. Die B 301 sei aber zur Bewältigung des regionalen und lokalen Güter- und Wirtschaftsverkehrs notwendig und werde auch eine gewisse Entlastung der A 23 mit sich bringen.

"Die Wertigkeit des Wirtschaftsstandortes und die Lebensqualität in Wien werden in hohem Maße davon abhängig sein, wie man den Transitverkehr bewältigt", konstatierte Hack. Die politische und wirtschaftliche Entwicklung der östlichen Nachbarn und die Rolle Wiens als Drehscheibe zwischen Osteuropa und der EU werden den Güterverkehr weiter anwachsen lassen. "Um den Güterfernverkehr zu bewältigen, ist die Errichtung von Güterverteilungszentren entscheidend. Diese müssen an den Straßenverkehr angebunden werden. Und gerade bei der Anbindung an das geplante Güterverteilungszentrum Inzersdorf/Metzgerwerke kann die B 301 eine wichtige Rolle übernehmen", so die liberale Gemeinderätin.

Im Personennah- und Pendlerverkehr werde die B 301 ohne den zusätzlichen Ausbau des öffentlichen Verkehrs aber zu keiner Entlastung Wiens führen. Hier müßte es einen vernetzten Lösungsansatz geben. "Die B 301 sollte nach Meinung des Liberalen Forums als Zubringer zu einem hochrangigen öffentlichen Verkehrsmittel konzipiert werden. Deshalb muß auch die U1 mit Fertigstellung der B 301 nach Süden - und zwar bis Rothneusiedl -verlängert werden", forderte Hack. Die Schaffung von Park-and-Ride Stellplätzen entlang der U-Bahnlinie und die konsequente Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung könnten dann als ergänzende Maßnahmen zu einer echten Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in den dicht bebauten Stadtgebieten führen.

Kritisch äußerte sich die liberale Gemeinderätin zur Ende Februar fertiggestellten Umweltverträglichkeitserklärung. "In der enormen Papierflut, die da über uns hereingebrochen ist, finden sich nur unzureichende Berechnungen über Alternativszenarien. So wurde völlig ausgeklammert, welche Folgen es hätte, wenn die für die B 301 aufgewendeten Finanzmittel stattdessen für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs herangezogen würden", bedauerte Hack abschließend.

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