Grüne fordern Nachtschußverbot am TÜPL Allensteig.

Weinzinger: "Nein zu Atomwaffen-Stationierung auf NÖ-Gebiet."

Wien (OTS) - Ein Nachtschußverbot auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig forderte heute die Grüne Spitzenkandidatin für die NÖ-Landtagswahlen, Brigid Weinzinger. "Die Lebensqualität der Bevölkerung in Allentsteig und Umgebung wird durch zunehmendes Nachtschießen immer mehr beeinträchtigt. Daher fordern wir ein Schußverbot zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr früh", betont Weinzinger. LH Pröll muß außerdem endlich klarstellen, daß eine mögliche Atomwaffen-Stationierung im Falle eines NATO-Beitritts auf niederösterreichischem Gebiet nicht in Frage kommt", so die Grünpolitikerin. "Wir fordern LH Pröll auf, auf Bundesebene klar Stellung zu beziehen und u.a. Aussagen seines Parteikollegen, des aussenpolitischen Sprechers der ÖVP, Michael Spindelegger, scharf zurückzuweisen, der in einem Zeitschrifteninterview die Stationierung von Atomwaffen als erfolgreiches Mittel der Abschreckung bezeichnet und gutheißt."

"Die Bevölkerung Allentsteigs hat zunehmend die Sorge, daß der TÜPL zu einem NATO-Truppenübungsplatz umfunktioniert wird", berichtet Weinzinger, die gestern mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zusammentraf. "Neben dem zunehmenden Nachtschießen und der dadurch andauernden Lärmbelästigung leidet die Bevölkerung auch immer mehr unter einer wirtschaftlichen Beeinträchtigung. Allensteig ist vom TÜPL umklammert. Eine der Hauptverbindungen zu den anderen Regionen, die LH 75, ist meist gesperrt, so auch gestern. Das Bundesheer selbst bezieht kaum Lebensmittel und Waren aus der Region", berichtet Weinzinger.

"Unser Besuch hat hektische aber unverständliche Reaktionen des TÜPL-Kommandos hervorgerufen. Schießübungen endeten um 13.00 Uhr -unser Besuch war für 14.00 Uhr angesagt. Ganz normale Punkte, wie zB. Schießstellungen waren abgeriegelt. Eine Militärstreife beobachtete die grüne Delegation während des Besuchs", schildert Weinzinger. Derzeit laufen in Allentsteig die Vorbereitungen für die Truppenübung "Surprise 98" - rund 8.000 Soldaten nehmen an dem Großmanöver teil.

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