Gehrer: Drogen machen krank, Drogen machen kaputt, Drogen verhindern Erfolg

Unterrichtsministerin startet Anti-Drogen-Aktion "No Drugs" an allen österreichischen Schulen

Wien (OTS) "Drogen machen krank, Drogen machen kaputt, Drogen verhindern Erfolg. Zentrales Element der Drogenprävention ist die Stärkung der Persönlichkeit der Jugendlichen, sie stark zu machen, Nein sagen zu können, aber auch das Wissen um die Gefährlichkeit von Suchtmitteln", so Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer, die heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden von LIBRO, André Rettberg, die Anti-Drogen-Aktion "No Drugs" an allen österreichischen Schulen vorstellte. "Ziel der Aktion 'No Drugs' ist es, den Lebensraum Schule
drogenfrei zu halten und bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für die Gefährlichkeit von Drogen zu schaffen", sagte Gehrer. ****

"Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der drogensüchtigen Jugendlichen in Europa zunimmt und das Einstiegsalter sinkt. Diese Entwicklung ist gefährlich. Das Verhindern von Drogenmissbrauch
ist aber eine Aufgabe von allen Bereichen der Gesellschaft. Auch
die Schule leistet dazu ihren Beitrag – der heißt Drogenprävention", so die Ministerin.

"Lassen Sie die jungen Menschen mit ihren Problemen nicht allein, sondern helfen Sie ihnen ohne zu strafen, ohne Anzeige,
ohne Diskriminierung. Bei Suchtmittelmissbrauch ist unbedingt
Hilfe von Fachleuten in Anspruch zunehmen, " appellierte die Ministerin an alle Schulpartner.

Es gibt viele Projekte an Schulen zur Präventionsarbeit, die sehr erfolgreich und gut laufen. Im "Anti-Drogen-Aktionsmonat" April sollen diese Arbeiten an den Schulen aufgezeigt und neue
Initiativen gesetzt werden. Mit einem Brief der Ministerin wurden alle Schulen zur Teilnahme an der Aktion aufgerufen. Eine Schul-Wandzeitung zum Thema soll sichtbar an jeder Schule hängen, der Aufkleber "No Drugs" soll äußeres und öffentliches Zeichen für ein Bewusstsein gegen Drogen sein. Den Aufkleber gibt es an den
Schulen und in jeder LIBRO-Filiale.

Eine Tafel mit der Aufschrift "Drogenfreie Zone" soll öffentliches Zeichen für mehr Bewußtsein gegen Drogenkonsum sein. Sie kann von Schulerhaltern, Bürgermeistern, Elternvereinen, etc. bestellt werden. Die ersten zehn Tafeln stellt das Unterrichtsministerium zur Verfügung.

OLYMPIASTARS UNTERSTÜTZEN DIE AKTION

Fünf Olympia-Stars, allen voran Weltcupsieger Hermann Maier, unterstützen die Aktion durch ihre Patronanz und mit persönlichen Aussagen gegen Drogen. Neben Hermann Maier ("Sieger brauchen keine Drogen") ist es gelungen, Alexandra Meissnitzer ("Drogen sind unsportlich", Markus Gandler ("Drogen sind gefährlich – auch im Sport"), Mario Reiter ("Wirklich erfolgreich bist du nur ohne Drogen") und Andreas Widhölzl ("Leistung ohne Drogen zählt") für die Aktion zu gewinnen.

MASSNAHMEN IM SCHWERPUNKTMONAT APRIL

Neben laufenden Maßnahmen zur Drogenprävention (Initiative des Unterrichtsministeriums "Gesundheit fördern – Sucht verhindern", Durchführungserlass des Unterrichtsministeriums zum neuen Suchtmittelgesetz und einer Arbeitsgruppe Unterrichtsministerium – Bundesministerium für Inneres) sind im Schwerpunktmonat April folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Projekte an den Schulen: Referate, Diskussionsveranstaltungen mit Experten, Projekte im Unterricht, Klassen- und Elternabende, Peer Group-Projekte etc.
  • Einrichtung der Hotline 0800/20 80 20, Mo-Fr gebührenfrei
  • Erstellung eines Referentenpools für Informationsveranstaltungen
  • Abhaltung von Anti-Drogengipfeln in den Bundesländern unter Mitwirkung von Schulleitern, Schulpsychologen, Schulärzten, Vertretern der Exekutive
  • Unterstützung der Massnahmen durch den Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst
  • Verstärkte Polizeikontrollen in der Umgebung von Schulen
  • Information auf der Homepage http://www.bmuk.gv.at.
  • Internet-Chats am 1. und 15. April, 10-12 Uhr mit Experten
  • Informations- und Erfahrungsaustausch der Lehrer (über "Blackboard")
  • Tagung der Landesreferenten des Schulpsychologischen Dienstes zum Schwerpunkt Suchtprävention
  • Information des Elternbeirates und der Bundeschülervertretung

Weiters wurden das Faltblatt "Schüler ohne Drogen – Helfen statt strafen" (für Schulleiter, Lehrer, Schulärzte und Schulpsychologen), ein Bestellfolder für weitere Materialien "Schüler ohne Drogen – Helfen statt strafen" sowie der Faltblatt "Drogenlos gut aufgelegt" des Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes an alle höheren Schulen versendet.

Weitere Materialien sind beim Medienservice des BMUK, Tel. 531
20 DW 4864 oder über e-mail unter mediens@bmuk.gv.at erhältlich:
* Broschüre "Projektmodelle Suchtprävention" mit einer Check-Liste für Projektarbeiten und eine Diskette
* Informationsset "Gesundheit fördern – Sucht verhindern" (Informationsbroschüre, Medienkatalog Suchtprävention, Adressenliste mit Beratungsstellen, Literaturhinweise zum Thema, Videofilm "Michaela – Ein Leben mit und ohne Droge" und Audiokassette "Jugend und Sucht").

AKTIONS-PARTNER LIBRO

Mit der Firma LIBRO hat das Unterrichtsministerium einen
Partner gefunden, der die Aktion nicht nur finanziell unterstützt, sondern dem es auch ein gesellschaftspolitisches Anliegen ist, die Jugendlichen vor Drogen zu warnen. "Ein Unternehmen mit unserer Kundenschicht hat auch eine bildungspolitische Aufgabe, die wir wahrnehmen wollen", so der Vorstandsvorsitzende von LIBRO, André Rettberg, über die LIBRO-Initiative zu dieser Aktion. LIBRO hat sehr viele junge Kunden. Das heißt, dass dies für uns eine große Chance ist, sie direkt ansprechen zu können, so Rettberg.
(Schluss)

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