Klärschlamm-Kontrollsiegel erstmals vergeben

Blochberger: "NÖ weiterhin Umweltbundesland Nr. 1"

St.Pölten (NLK) - Die Gemeinde-Abwasserverbände Wagram West, Amstetten, der Abwasserverband Ybbsfeld, die Marktgemeinde Dobersberg und die Bundesanstalt für Milchwirtschaft Wolfpassing haben vorexerziert, wie man qualitätvollen Klär-schlamm ohne Schadstoffe erzielt. Landesrat Franz Blochberger vergab an die
fünf Kläranlagenbetreiber erstmals das neugeschaffene Klärschlamm-Kontrollsiegel. Es entstand aufgrund der NÖ Klärschlammverordnung, in der strenge Qualitätsanforde-rungen festlegt sind. Die in Österreich einmalige Produktauszeichnung wird von der Abteilung Wasserwirtschaft des Amtes der NÖ Landesregierung durchgeführt. Durch konsequente Schadstoffvermeidung schon bei der Einleitung
wird ein qualitativ hoch-wertiges, in der Landwirtschaft wiederverwertbares Produkt hergestellt.

Landesrat Blochberger stellte fest, daß sich Niederösterreich mit der Einführung die-ses Gütesiegels wieder einmal als Umwelt-Bundesland Nr. 1 präsentiere. Das Güte-siegel werde nach strengen Auflagen vergeben, Kontrollen würden unangesagt durchgeführt. Wichtig dabei sei es, daß die Beratung schon vorweg einsetze, um Fehler bei der Einleitung von Stoffen zu vermeiden. Auch nachher gebe es eine Beratung, wenn es um die Verwertung des Klärschlammes gehe.

Blochberger gab auch den Start für die "Wasserwerkstatt". Diese Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der Umweltberatung, dem Verein Umwelt und Wirtschaft in Niederösterreich und der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes zusammen. Die Werkstatt dient als Bindeglied zwischen Bürgern, Gemeinden und Landesdienststel-len. Vorerst ist ein Probelauf für ein Jahr geplant. Bürger können künftig alle Anfragen zum Thema Abwasser an die sechs Umweltberatungsstellen in Niederösterreich, aber auch an den
Verein Umwelt und Wirtschaft richten. Es finden Beratungsgespräche und Informationsveranstaltungen statt, bei denen auch externe Fachleute mitwirken. "Dabei wollen wir auch das Wissen und die Erfahrung von Kommunalpolitikern aus der Region nutzen", so Blochberger. Die Wasserwerkstatt soll auch Klarheit darüber schaffen, welche Art von Kläranlagen im Einzelfall die günstigste ist.

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