Liberale gegen scheinheilige AMS-Politik Halmer: "Frauen- und Sozialprojekte werden ausgehungert"

Wien (OTS) - Alarmierend ist die Steigerung der Frauenarbeitslosigkeit: + 5% im Februar 1998 in NÖ 19.437 Niederösterreicherinnen waren im Februar ohne Arbeit, 31.985 Männer, wobei hier der hohe Anteil der Bauwirtschaft das Verhältnis noch schot. Diese alarmierenden Zahlen stellte die liberale Landessprecherin Monika Halmer gemeinsam mit Sozialsprecher Abg. Volker Kier heute vormittag vo

Daran ändert auch der Jubel von LH Pröll über die ,,meisten Berufstätigen seit 1945" nichts, der Zuwachs an Arbeitslosen betrug 2,4 %, NÖ liegt dabei im Bundesschnitt. Dazu Halmer: ,,Die regionalen Zahlen sprechen eine deutlich andere Sprache, sogar die amtliche Landesstatistik weist Bezirken wie Gmünd, Lilienfeld, Neunkirchen, Scheibbs, Waidhofen und Zwettl bis 2020 Netto-Verluste der Erwerbsbevölkerung von bis zu 33% (!) aus". Kier sieht die Misere in den bereits vollkommen für die Lehrlingsoffensive des Bundes ausgeschöpften Mitteln des AMS: ,,Dies geht voll auf Kosten anderer Benachteiligter wie Frauen und Behinderten; mit kurzatmiger Verlogenheit der Politik tut man so, als hätte man 1997 nicht gewußt, daß man die Mittel der Lehrlingsförderung auf mehrere Jahre bindet".

Beispiele für ,,eingesparte gute Projekte in ganz NÖ" nannte Halmer:
Technik und Werken für Mädchen (Mödling), Frauenberatung Courage (St. Pölten), Migrantinnenberatung (Baden) sowie als jüngstes Beispiel = die Kindergruppe Pippi Langstrumpf in Wolkersdorf. ,,Gerade dieses bedrohte Projekt schmerzt mich als Mutter sehr: Ohne Ferien und durchgehend von 7 bis 17 Uhr wurde hier eine Kinderbetreuung ermöglicht, die auch berufstätigen Eltern zugute kommt." Daß man dieses ,,notwendige Gegenmodell zum Versagen der Landes-Kindergartenpolitik" in der Luft hängen ließ, sei symptomatisch.

Letzte Chuzpe von LHStv. Liese Prokop: Am Tag vor der Demonstration gegen das finanzielle Aushungern der Kindergruppe ,,Pippi Langstrumpf" in Wolkersdorf (23 Kinder, 5 Arbeitsplätze) sah Prokop Chancen für die 20.000 neuen Jobs, die sie bis 2002 versprach ,,in der Alten-, Kinder- und Behindertenbetreuung..."

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