Hochwassersituation in Niederösterreich

LH Pröll dankte den freiwilligen Helfern

St.Pölten (NLK) - Anhaltende Regenfälle im Osten Österreichs haben wieder zu einer Hochwasserbedrohung in Niederösterreich geführt. Alle Zubringer südlich der Donau wiesen, verstärkt auch durch Schmelzwasser, stark gestiegene Pegelstände auf. Zur Zeit sind die Pegelstände überall bereits wieder fallend, laut der durchgehend besetzten Landeswarnzentrale ist aber auf Grund der
für den morgigen Tag neuerlich vorhergesagten Niederschläge die Gefahr noch nicht vorbei. In der Nacht auf heute standen in den betroffenen Bezirken Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren (Baden 150 bis 170 Mann, Lilienfeld 200 Mann), des Roten Kreuzes (Baden 90 Mann) und des Bundesheeres (eine Pionierkompanie in Melk und zwei Züge im Süden Niederösterreichs) gemäß Vorwarnstufe in Alarmbereitschaft, mußten aber mit Ausnahme der Bezirke Baden und Lilienfeld nirgends eingesetzt werden. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll dankte den freiwilligen Helfern für ihre Einsatzbereitschaft: "Es ist erneut ein Beweis, für den guten
Geist in der Familie Niederösterreich!"

Daß es nirgends zu Schäden, Austritten oder Überschwemmungen gekommen ist, ist sicherlich auch auf die seit dem Hochwasser im Sommer 1997 für Sofortmaßnahmen investierten 70 Millionen Schilling zurückzuführen. Ohne diese wasserbaulichen Maßnahmen der Sanierung von Dämmen etc. wäre dieses in den meisten Bereichen dreijährige Hochwasser aber wieder zu einer ernsthaften Bedrohung geworden, betonte Landesrat Ewald Wagner.

Im Bezirk Baden gab es den einzigen neuralgischen Punkt beim Zusammenfluß von Schwechat und Triesting aufgrund von massivem Treibgut, durch den nächtlichen Einsatz wurde allerdings auch hier die Situation entschärft. Wasserbauliche Maßnahmen, die wegen ihres Umfanges bis dato noch nicht in Angriff genommen werden konnten, werden ab Sommer auch hier nachhaltigen Schutz gewährleisten.

Im Bezirk Lilienfeld lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten in der Vorbereitung einzelner Evakuierungsmaßnahmen. Durch Dammwachen,
die Anbringung von Sandsäcken und die rasche Entfernung aufgetretener Verklausungen konnten ebenfalls Schäden an Häusern, Betriebs- und Gewerbeobjekten verhindert werden.

Im Bezirk St.Pölten mußten zwei Straßen, die L 5149 und die L 5143 im Gebiet Wimpassing/Mitterau westlich von Prinzendorf wegen Überflutung durch die Pielach gesperrt werden. Im Bezirk Wien-Umgebung sind neben der Hochwasser-Warnung derzeit keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

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