Hollein-Entwurf für NÖ Landesmuseum fertiggestellt Pröll: Wichtiger kulturpolitischer Schritt ins nächste Jahrtausend

St.Pölten (NLK) - "Während in anderen Bundesländern Kulturprojekte zerredet werden, setzen wir in Niederösterreich unsere Projekte zügig und konsequent um", erklärte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei der Präsentation des neuen Entwurfes für das NÖ Landesmuseum im St.Pöltner Kulturbezirk, die er gemeinsam mit dem Architekten Prof. Hans Hollein vornahm. "Wir sind stolz darauf, daß das neue NÖ Landesmuseum der erste Museumsbau ist, den Prof. Hollein in Österreich umsetzt und der zweite große Museumsbau (nach dem Museum der Stadt Wien 1959) in der Zweiten Republik. Wir setzen damit einen wichtigen kulturpolitischen Schritt ins nächste Jahrtausend. Der Zeitpunkt, das Museum zu realisieren, ist jetzt richtig, weil die Baustellen-Infrastrukur in St.Pölten noch vorhanden ist, weil wir damit auf drei Jahre für 800 Menschen Beschäftigung sichern können und weil wir die wertvollen Kunstschätze des Landesmuseums endlich der Öffentlichkeit zugängig machen wollen", begründet Pröll den Museumsbau.

Das neue Haus wird auf einem Bauplatz neben Shedhalle und Festspielhaus, in unmittelbarer Nähe des neuen NÖ Landesstudios des ORF, errichtet. Der Baubeginn ist für Mitte 1999 vorgesehen, die Eröffnung sollte im Frühjahr 2002 erfolgen. Die Baukosten werden bei 210 Millionen Schilling liegen.

"Für mich galt es, ein neuartiges Konzept umzusetzen, das die beiden Museumsbereiche Kunst und Natur darstellt", erläuterte
Prof. Hollein sein Projekt, das auch den Bereich Landeskunde und
ein Museumslabor beinhaltet, eine Drehscheibe für jedermann ist, der sich mit dem Museum auseinandersetzen will. Während die Kunstschätze des Landes im Museum selbst untergebracht sind und in neuartiger Form präsentiert werden, dient die Shedhalle dem wechselnden Ausstellungsbetrieb. Vom Hollein-Konzept ist auch zu erwarten, daß die inhaltliche Konzeption optimal in architektonischer Entsprechung umgesetzt wird. Dazu gehört eine gute, teils natürliche Belichtung und eine Vielzahl von Zugängen der einzelnen Bereiche, sodaß ein ständiger Wechsel für die Besucher, je nach Lust und Laune, möglich ist. Im Obergeschoß kann man von einem "Ötscherstüberl" auch einen Blick auf die Voralpen werfen. Der Bau fügt sich nahtlos in die architektonische Konzeption des Kulturbezirkes ein, der zur Stadt hin eine durch Eingangsbereiche sehr durchlässige Kante bildet. Vom
Museumsbetrieb wird eine weitere kulturelle Belebung erwartet, ein ständiger Besucherstrom und viele Schülergruppen werden zu bewältigen sein. In den nächsten zwei Jahren geht es an die Detailarbeit, aus der sich dann auch eine Konzeption für den Betrieb des neuen Museums ergibt.

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