FP-Gratzer: Niederösterreich am leichtfertigsten bei Vergabe der Staatsbürgerschaft

1997 stiegen die Einbürgerungen um 50 Prozent - Nein zu Schlögels Erleichterungen

St. Pölten (OTS) - Entschieden lehnt der freiheitliche Landesparteiobmann Bernhard Gratzer die von Innenminister Karl Schlögl geplanten Erleichterungen zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft ab. "Die Leichtigkeit mit der der Sozialist Schlögl nunmehr die Staatsbürgerschaft verleihen will, wäre ein massiver Vorgriff auf die EU-Osterweiterung.", kritisierte Gratzer. Dank der einwanderungsfreundlichen Politik des Landeshauptmannes Erwin Pröll habe Niederösterreich bereits im Vorjahr von allen Bundesländern den größten Zuwachs an Einbürgerungen zu verzeichnen gehabt.

"Während im benachbarten Oberösterreich und Wien, oder in Tirol und Vorarlberg die Einbürgerungen zurückgingen, explodierten sie in Niederösterreich von 1.800 auf 2.700. Jeder kann sich ausdenken, welche Konsequenzen die Ausländerpolitik von ÖVP und SPÖ für unser Land mit sich bringen würde", erklärte der freiheitliche Landesobmann und wies vor allem auf die alarmierenden Zahlen des Wifo-Experten Matthias Schneider hin. Demnach würden bei einer EU-Osterweiterung jährlich mindestens 150.000 Osteuropäer nach Österreich strömen. "Niederösterreich mit seinen Außengrenzen zu Tschechien, Ungarn und der Slowakei wäre von dieser Einwanderungsflut am stärksten betroffen. Die geplante Staatsbürgerschaftsreform würde diesen Zuwanderungsstrom noch verstärken und zu einer weiteren Eskalation am Arbeitsmarkt führen", kritisierte Gratzer.

So sei unter Landeshauptmann Pröll die Ausländerbeschäftigung bereits um über 25 Prozent gestiegen. Gratzer kündigte in diesem Zusammenhang neuerlich massiven Widerstand gegen die von ÖVP und SPÖ in Luxemburg beschlossene EU-Osterweiterung an. "Daß Innenminister Schlögl die österreichfeindliche Ausländerpolitik von Grünen und Liberalen übernimmt, ist ein weiterer Beweis dafür, daß die rotschwarze Einheitspartei längst die Interessen der Niederösterreicher über Bord geworfen hat und um sich Wöhler zu sichern, die Einbürgerungen nun erleichtern will", schloß Gratzer.

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