HÖGER : RAHMENBEDINGUNGEN FÜR CHANCENGLEICHHEIT SCHAFFEN

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und Kinderbetreuung Voraussetzung

St. Pölten (SPI) Um eine wirkliche Chancengleichheit für die Frauen durchsetzen zu können, müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Grundvoraussetzungen dafür sind bedarfsgerechte, an der Realität der Arbeitswelt orientierte Kinderbetreuungseinrichtungen sowie gleicher Lohn für
gleichwertige Arbeit. Nur dann werden die Frauen, aufbauend auf
dem immer besseren Bildungsniveau, ihr Leben auch selbständig und frei gestalten können, was Grundvoraussetzung für eine partnerschaftliche Gesellschaft ist, erklärte Landeshauptmannstv. Ernst Höger Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Vorsitzenden der SPÖ-Frauen-NÖ, Landesrätin Traude Votruba. "Wir bekennen uns zur vollen Gleichberechtigung und einer wirklichen Chancengleichheit der Frauen. Grundlage dafür sind ausreichend Arbeitsplätze mit einem existenzsichernden Einkommen und voller sozialer sowie pensionsrechtlicher Absicherung. Und Kinderbetreuungseinrichtungen, die die Erwerbstätigkeit auch ermöglichen", betonte Höger.

Wir wollen und werden niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat. "Unsere Mädchen und jungen Frauen sollen selbst entscheiden können, ob sie heiraten und eine Familie gründen wollen, einfach mit einem Partner zusammenleben - ob mit oder ohne Kinder - ob sie ihre Kinder allein großziehen möchten und ob sie berufstätig sein wollen oder nicht. Ich meine, sie haben das Recht, die Gestaltung ihres Lebens selbst zu bestimmen. Unsere Aufgabe besteht darin,
mit den entsprechenden Rahmenbedingungen eine wirklich freie Entscheidung zu ermöglichen", unterstrich der Landeshauptmannstv. Darüber hinaus ist es ja so, daß in vielen jungen Familien und Beziehungen beide Partner arbeiten gehen müssen, um sich ein gemeinsames Leben aufbauen zu können - ganz zu schweigen von den tausenden Alleinerziehern. "Also müssen wir dafür kämpfen, daß sie eine existenzsichernde und wenn möglich erfüllende Arbeit bekommen - und diese auch ausüben können", stellte er klar.

Wir können nach jahrzehntelanger Verantwortlichkeit von sozialdemokratischen Politikern für das Kindergartenwesen zu Recht mit Stolz auf die de facto Vollversorgung mit Kindergartenplätzen verweisen, die noch dazu in modernen, kindgerechten neuen Bauten, die mit Milliardenaufwand errichtet wurden, angeboten werden.
"Jetzt geht es darum, auch die Betreuungslücken nach dem Ende der Karenz bis hin zum Kindergarteneintrittsalter, während der Kindergartenferien und während der Schulzeit zu schließen. Und der verlangten Flexibilität in der Arbeitswelt müssen wir logischerweise ein entsprechend flexibles Betreuungsangebot gegenüberstellen", hob der Landeshauptmannstv. hervor. Hier darf
es keine Dogmen und keine Benachteiligungen geben. Die Mütter und Eltern sollen selbst entscheiden können, ob sie ihr Kind in einer Kinderkrippe, in einem Kindergarten, in einer privaten Initiative oder von einer Tagesmutter betreuen lassen wollen.

Da die durch das neue Kindergartengesetz ermöglichten Betreuungsangebote am Nachmittag von den Eltern nicht entsprechend angenommen werden - sonst hätten wir am Nachmittag bei steigendem Bedarf nicht sinkende Besucherzahlen - müssen wir nach der Wahl im Interesse der Mütter und Eltern rasch ein attraktiveres Angebot erstellen. Gleiches gilt für die Zeit nach der Karenz sowie für die schulpflichtigen Kinder, stellte Höger klar. "Grundvoraussetzung ist eine bestmögliche, auf hoher Qualifikation basierende Betreuung, sowie Betreuungssicherheit. Das heißt, daß sich die Eltern darauf verlassen können, daß die Betreuungseinrichtung auch immer zur Verfügung steht. Das Familienland Niederösterreich hat die Pflicht, dies auch
finanziell zu ermöglichen und nicht den Hauptteil der
Verantwortung den Gemeinden zu überlassen", unterstrich der Landeshauptmannstv.
(Forts.)nk/ns

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