Frauen-Nachtarbeit in der Metallindustrie durch KV geregelt

Kollektivvertag in Form von Betriebsvereinbarung - Sozialpartner zeigen erneut Handlungsfähigkeit

Wien (PWK) - Am Montag schlossen die Verhandlungsgemeinschaft
Eisen und Metall in der Wirtschaftskammer Österreich, die Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie und die Sektion Industrie und Gewerbe in der Gewerkschaft der Privatangestellten ihre Verhandlungen über die Nachtarbeit ab. Der Kollektivvertrag (KV) für die Metallindustrie und den Bergbau ermöglicht damit als erster Ausnahmen vom Frauennachtarbeitsverbot. Die Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite Kommerzialrat Ing. Hermann Haslauer und Dr. Hans-Dieter Kneissl und auf Arbeitnehmerseite, Metaller-Vorsitzender Rudolf Nürnberger und der Leitende Sekretär der Sektion Industrie und Gewerbe in der GPA, Walter Laichmann - betonten im Anschluß die erneut bewiesene Handlungsfähigkeit der Sozialpartner. Die Vereinbarung werde den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und den Bedürfnissen wettbewerbsfähiger Unternehmen gerecht. ****

Der KV ermächtigt nunmehr im Sinn des neuen 4c des Bundesgesetzes über die Frauennachtarbeit Betriebsvereinbarungen, ab 1.1.1998 Ausnahmen vom Frauennachtarbeitsverbot zuzulassen.

Der KV-Rahmen regelt unter anderem die Freiwilligkeit, den Schutz der gegenwärtigen Beschäftigten, Rückkehrrechte und eine Ausschreibungspflicht für Tages-Arbeitsplätze, Gesundheitsuntersuchungen und den Schutz der Bedürfnisse von Arbeitnehmern in Aus- und Weiterbildung.

Die KV-Partner haben die Regelung besonderer Ausgleichmaßnahmen an die Betriebsvereinbarung delegiert, um optimal betrieblich angepaßte Lösungen zu ermöglichen. Zur Rechtswirksamkeit bedarf die Betriebsvereinbarung der Zustimmung der KV-Partner.

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