Freibauer zur Steuerharmonisierung in der EU

Wichtiger Faktor der Standortqualität

St.Pölten (NLK) - "Die steuerlichen Rahmenbedingungen bilden
einen wichtigen Faktor für die Qualität eines Wirtschaftsstandortes. Durch die Gestaltung der Steuerpolitik ist
es möglich, Wirtschaftsstandorte zu konkurrenzieren. Die bevorstehende Einführung des Euro im Rahmen der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion macht daher eine Abstimmung der Steuerpolitik zwischen den Mitgliedsstaaten und damit eine Harmonisierung der Steuern in der EU dringend erforderlich", erklärt der niederösterreichische Finanz-Landesrat Edmund Freibauer zum heute in Wien stattfindenden Vortrag des zuständigen Vertreters der Europäischen Kommission.

Nicht zuletzt gehe es dabei um die Erhaltung und den Ausbau des Wirtschaftsstandortes Österreich. Von einem Steuerwettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten, der Verzerrungen im Binnenmarkt zur Folge hätte, Disparitäten verstärken und die Beschäftigungsfrage weiter verschärfen würde, wären nämlich auch die Regionen negativ betroffen. In der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion werden die Fragen der Beschäftigung, die Stabilisierung der Steuereinnahmen der Mitgliedsstaaten und die Gewährleistung eines reibungslos funktionierenden Binnenmarktes im Vordergrund stehen müssen.

"Als Finanzreferent Niederösterreichs habe ich großes Interesse, daß diese Herausforderungen bewältigt werden können. Während der österreichischen EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 1998 wird dieses Thema eine wichtige Rolle spielen, und
ich hoffe, daß in dieser Frage Fortschritte erzielt werden können", so Freibauer abschließend.

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