Eröffnung einer neuen Hauptkläranlage in Hürm

Präsident Romeder würdigt Umweltbewußtsein der Gemeinden

St.Pölten (NLK) - Bei der Eröffnung der Hauptkläranlage in
Hürm, Bezirk Melk, am Samstag würdigte Landtagspräsident Franz Romeder das Bauwerk als eines der sichtbaren Zeichen sowohl für
die Bemühungen des Landes um sauberes Wasser und eine saubere Umwelt im allgemeinen als auch für die Weitsicht und das ausgeprägte Umweltschutzbewußtsein von Niederösterreichs Kommunalpolitikern. "Aufmerksame Beobachter können sich selbst davon überzeugen", so der Präsident weiter, "daß die Qualität vieler unserer Flüsse und Bäche merklich besser geworden ist. Flußläufe, die ehemals stark durch Abwässer belastet waren, präsentieren sich heute wieder als funktionierende Ökosysteme. Die hohen Investitionen der niederösterreichischen Gemeinden und Industriebetriebe in moderne Abwasserreinigungsanlagen mit zukunftsweisenden Umweltstandards haben sich also gelohnt und als richtige Strategie zum Erfolg erwiesen."

Die Hauptkläranlage in Hürm ist mit ihrem nachgeschalteten Pflanzenbett eine vollbiologische und in ihrer Art eine der ersten in Niederösterreich. Die gegebene Siedlungsstruktur mit 21 Katastralgemeinden hat die Gemeindeverantwortlichen veranlaßt, die Anlage mit einer Übernahmestation für jene Gebiete auszustatten, die zur Zeit noch nicht erreicht werden können. Gleichzeitig wurde aber bereits darangegangen, die nächste Ortschaft an die Kläranlage anzubinden und drei weitere Kläranlagen im Gemeindegebiet zu konzipieren, die dann die Infrastruktur dieser Hauptkläranlage mitbenutzen.

In Niederösterreich hält man derzeit bei rund 350 kommunalen Kläranlagen, seit Inkrafttreten der neuen Bundes- und Landesförderung 1993 wurden 14 Milliarden Schilling investiert.
Pro Jahr werden auf dem Gebiet der Abwasserentsorgung von
Gemeinden und Genossenschaften rund 3 Milliarden Schilling
verbaut, wozu Bund und Land gemeinsam 53 Prozent Förderung gewähren. Seitens der Landesregierung werden die Förderungsmittel vordringlich dort eingesetzt, wo der größte Nutzen für den Gewässerschutz zu erreichen ist, der Schutz des Grundwassers hat dabei absoluten Vorrang.

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