FP-Rosenkranz: Redeverbot für Spitalsärzte löst keine arbeitsrechtlichen Probleme

St. Pölten (OTS) - Laut Arbeitszeitgesetz darf die Wochenarbeitszeit auch in Spitälern nur 60 Stunden betragen, maximal sind 72 Stunden erlaubt, erklärte heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin im NÖ Landtag Barbara Rosenkranz. Derzeit leisten die Mediziner aber bis zu 110 Stunden Dienst und kommen damit mit dem Gesetz in Konflikt. Dadurch stellt sich natürlich auch die Haftungsfrage im Falle eines Kunstfehlers, betonte die freiheitliche Lantagsabgeordnete.

Um auf diese Situation die Bevölkerung aufmerksam zu machen und der Forderung nach zusätzlichen Dienstposten Nachdruck zu verleihen, sammelten die Ärzte z.B. im Schwerpunktkrankenhaus Mödling Unterschriften. Genau diese Unterschriftenlisten mußten auf Druck von Landeshauptmann Pröll eingezogen werden. Zusätzlich sind die Ärztevertreter mit einem Redeverbot belegt, offensichtlich um das Problem bis zur Landtagswahl zu vertuschen, erklärte die freiheitliche Gesundheitssprecherin. Pröll gebärdet sich abermals als Feudalherr anstatt berechtigte Anliegen einer Lösung zuzuführen, schloß Rosenkranz.

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