Rupp: Lehrlinge - Gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der Jugend tragen!

Ein Abwälzen der Verantwortung auf die Politik kann langfristig nicht hingenommen werden

St. Pölten, (SPI) - "Jede Initiative, in welcher die Gesellschaft und mit ihr die Politik ihre Verantwortung gegenüber beschäftigungslosen Jugendlichen wahrnimmt, ist zu begrüßen. Allerdings führen rein punktuelle Maßnahmen kaum zu dem angestrebten Erfolg einer wirklich positiven Arbeitsmarktsituation für junge Menschen. So konnte die Situation des Lehrstellenmarktes in NÖ durch die gemeinsame Lehrlingsoffensive weitgehendst entschärft werden, allerdings muß auch die Verantwortung der Wirtschaft für die Ausbildung der Jugend besonders hervorgehoben werden", stellt SP-Abg. Anton Rupp heute fest.****

"Die Unternehmen dürfen sich nicht aus ihrer Verantwortung für die Lehrlingsausbildung zurückziehen und entgegen ihrer sonstigen Predigt - "mehr Privat, weniger Staat” - dem Staat die Kosten für die Lehrlingsausbildung überantworten. Die Unternehmen und die Wirtschaft sind es schließlich auch, welche von gut ausgebildeten jungen Menschen profitieren und damit ihre ausgezeichnete Stellung im nationalen und internationalen Wettbewerb behaupten”, so Rupp weiter.

"Es gilt daher an die gewerbliche Wirtschaft zu apellieren, sich ihrer gesellschaftlichen Gesamtverantwortung bewußt zu werden und wieder vermehrt Lehrlinge auszubilden. Wird die Wirtschaft dieser Verpflichtung nicht gerecht, so hat die Politik die Aufgabe, neue Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine gute Ausbildung der Jugend und die Chancengleichheit in der Wirtschaft garantiert. Dafür sind aber auch jene Unternehmen zu einer Beitragsleitung heranzuziehen, welche sich selbst einer Lehrlingsausbildung verweigern. Es darf nicht sein, daß diese Unternehmen die Verantwortung auf den Staat und die Politik abwälzen, selbst aber von dem ausgezeichneten Ausbildungsstand der späteren Facharbeiter profitieren", stellt Rupp fest.

Gut ausgebildete Fachkräfte sind nicht nur das wichtigste Kapital für die heimische Wirtschaft, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sondern auch eine Verpflichtung der Gesellschaft der Jugend gegenüber. "Vor allem die Großbetriebe sind aufgefordert, wieder mehr Lehrlinge einzustellen, zumal
ohnehin zahlreiche Förderungsmöglichkeiten für Lehrplätze, beispielsweise über das AMS, das Land NÖ und die Gemeinden, geschaffen wurden”, schloß Rupp.
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