Dorfmeister-Stix: Unterschriftenaktion für strengere Strafen bei Unzucht mit Minderjährigen bereits vor Monaten gestartet

Niederösterreich, 13.3.1998 (NÖI) Es ist sehr wenig originell, daß die F nunmehr meine Idee, nämlich eine Unterschriftenaktion gegen die Unzucht mit Minderjährigen zu starten, übernimmt. Ich konnte mit meiner Unterschriftenaktion, die ich bereits vor Monaten in die Wege geleitet habe, auch schon einen großen Erfolg landen. So hat der Justizminister bereits zugesagt, daß die Verjährungsfrist bei derartigen Delikten verlängert wird. Völlig unverständlich ist aber, daß die F diese wichtige Sache einzig und allein dazu mißbrauchen, um auf Wählerfang zu gehen. An der Sache selbst dürfte dieser Fraktion offensichtlich sehr wenig liegen, stellte heute LAbg. Desiree Dorfmeister-Stix klar.****

Dorfmeister-Stix wies die F in diesem Zusammenhang darauf hin, daß das Land Niederösterreich bereits wichtige Schritte im Kampf gegen die Unzucht mit Minderjährigen in die Wege geleitet hat. Die F ist also wieder einmal sehr spät dran. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an das von Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop ausgearbeitete 4-Punkte-Programm gegen Kindesmißbrauch.

Dieses Programm umfaßt:

1. Psychologen als Prozeßbegleiter: Den betroffenen Kindern soll ein erfahrener Psychologe als Prozeßbegeliter zur Verfügung gestellt werden, daß ihre Angst beim Prozeß verringert wird.
2. Hilfe für Kinder durch Rollenspiele: Fachleute werden in Volksschulen und Kindergärten Videofilme, Gesprächsrunden und verschiedene Rollenspiele durchführen. Die Kinder sollen so ihren eigenen Körper, die Sexualität und ihr Recht, 'Nein' zu sagen, kennenlernen.
3. Kinder und Jugendschutzzentren nach Vorbild MÖWE: Als erste Sofortmaßnahme wird im Industrieviertel ein 'Kinder- und Jugendschutzzentrum' nach dem Modell MÖWE in St. Pölten eingerichtet.
4. Aufklärungsarbeit bei den Eltern und Notruftelefon: Parallel zur Information der Kinder wird auch Aufklärungsarbeit bei Eltern und Lehrern geleistet. Diese werden in erster Linie darüber informiert, an wen sie sich bei einschlägigen Fragen wenden können und wie sie auf bestimmte Situationen im Zusammenhang mit sexuellem Mißbrauch am besten reagieren. Aus diesem Grund wird im Kinderschutzzentrum MÖWE auch ein Nottelefon eingerichtet, informierte Dorfmeister-Stix.
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