Scientology Österreich weist "Kurier"-Vorwürfe zurück

"Zu unkritisch und Bartenstein-freundlich"

Wien (OTS) - Der Sprecher der Scientology Kirche, Andreas Böck, wies heute die Vorwürfe gegenüber der Kirche, die "Scientology-Spitze starte ein Offensive gegen Österreich", zurück. Der Kurier versuche "unkritisch und Bartenstein-freundlich" den Eindruck zu erwecken, daß Scientology eine Kampagne gegen Österreich" führe.

Davon könne aber keine Rede sein, so Böck. Vielmehr handle es sich bei der "Kampagne" (Kurier) um eine einzelne Pressemitteilung. Darin warf Rev. Jentzsch Minister Bartenstein vor, seine Position als Minister dazu zu mißbrauchen, um Einfluß auf die Medien dahingehend auszuüben, keine Einschaltungen von Scientology zu akzeptieren, weil dadurch seine "Sekten"-Kampagne gestört würde.

Scientology-Sprecher Böck warf dem "Kurier" vor, den Kern des Problems nicht zu erkennen und Bartenstein "bedingungslos" zu flankieren. Würde sonst ein Politiker aufgrund seiner Position versuchen, Einfluß auf die Medien zu nehmen, hätte dies sofort einen Aufschrei in der Medienlandschaft zur Folge.

Böck betont, daß es nicht darum geht, ob ein Medium Scientology-Einschaltungen akzeptiere oder nicht. Das muß das Medium selbst entscheiden, ohne die Bevormundung durch Bartenstein. Vielmehr sollte sich der "Kurier" Gedanken darüber machen, ob nicht der Versuch, Gegenstimmen zu unterbinden und Menschen dazu anzuregen, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, undemokratisch ist und das Recht auf Meinungsfreiheit verletzt. Eine Diskussion zu Neuen Religiösen Bewegungen ist nur dann hilfreich und von Nutzen, wenn sie auch demokratisch und fair geführt wird - genau das, was Bartenstein offensichtlich nicht wünscht.

"Beschämend" nannte Böck auch den Versuch des "Kurier", den Eindruck zu erwecken, Deutschland wäre nicht für Menschenrechtsverletzungen gegenüber Scientologen und Mitgliedern anderer Minderheitenrelgionen kritisiert worden. Mittlerweile existieren 16 Berichte (darunter von US-State Department, der UNO, KSZE, Helsinki-Commission), die die Diskriminierung der deutschen Regierung dokumentieren. So kam z.B. der UNO-Sonderberichterstatter für relgiöse Intoleranz zu dem Schluß, daß Deutschland (Zitat) "eine Strategie einsetzen muß, die der Intoleranz auf dem Gebiet der Religion und dem Glauben Einhalt gebietet". Eine Tatsache, die der "Kurier" mit keinem Wort erwähnte.

Böck weist abschließend daraufhin, daß sich die Kirche sehr wohl bewußt ist, daß die Kampagne gegen Neue Religiöse Bewegungen ausschließlich von einer handvoll "Anti-Sekten-Jäger" geführt wird und der Großteil der Österreicher an einer offenen und fairen Diskussion zu diesm Thema interessiert ist. Dies zeigen auch die vielen Anfragen und Besuche österreichischer Bürger, die sich in den letzten Monaten bei der Scientology Kirche gemeldet haben, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, anstatt auf eine einseitige Propaganda-Kampagne zu hören.

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Böck
Tel. 01/522 3618
Fax 01/522 36 18 17

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KSC/OTS