Sektionsobmann Rainhardt Buemberger sieht in Gewerkschaftsaktion einen Erpressungsversuch

."Rückfall in den Klassenkampf!"

Salzburg (OTS) - Als "Erpressungsversuch und einen Rückfall in die Zeiten des Klassenkampfes" bezeichnete heute, Donnerstag, 12. März 1998, der Obmann der Sektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer, Rainhardt Buemberger, die Protestversammlung der Gewerkschaft HGPD im Salzburger Sternbräu. Buemberger: "Die Landesgruppe der Gewerkschaft hat nicht einmal auf die Vorschläge der gastgewerblichen Fachgruppen zu den Kollektivvertragsverhandlungen reagiert, die ihr seit Dezember 1997 vorliegen. Sie glaubt statt dessen, mit solchen primitiven Kampfmaßnahmen ihre offensichtlichen Existenzängste überdecken zu können. Symptomatisch für die Schwäche der Gewerkschaft ist auch, daß sie aus ganz Österreich ihre Leute zu dieser Aktion zusammentrommeln mußte, darunter auch Hausbesorger aus Graz!"

Verhandlungsklima wird vergiftet

Die Tourismuswirtschaft ist durchaus bereit, die Mindestlöhne im Gastgewerbe anzuheben, so Buemberger weiter. Allerdings müßten im Gegenzug antiquierte Bestimmungen abgeschafft werden. Dazu gehört unter anderem die Neuregelung der Teilzeitbeschäftigung. "Warum soll ein Gastwirt eine Aushilfskellnerin etwa bei einer Hochzeit für eine Stunde Arbeit vier Stundenlöhne bezahlen? Die Gewerkschaft hat anscheinend immer noch nicht verstanden, daß solche Bestimmungen die Wirte eher davon abhalten, zusätzliches Personal einzustellen!" Die Arbeitgeberseite sei bisher immer gesprächsbereit gewesen, stellte Buemberger fest. "Sollte die Gewerkschaft mit solchen Aktionen das Verhandlungsklima aber weiter vergiften, werden wir unsere bisherige Haltung überdenken müssen!

Richtigen Verhandlungspartner suchen

"Allein schon die Höflichkeit hätte es geboten, mich im Vorfeld von dieser Aktion zu informieren", sagte WK-Präsident und Sternbräu-Inhaber Dr. Günter Puttinger, der an diesem Tag im Parlament in Wien sein mußte. "Wenn die Gewerkschaft schon einen Reibebaum sucht, soll sie sich an die richtigen Ansprechpartner wenden. Anscheinend weiß auch HGPD-Vorsitzender Kaske nicht, wer die tatsächlichen Verhandlungspartner bei den KV-Verhandlungen sind, nämlich die beiden gastgewerblichen Fachgruppen in der Wirtschaftskammer Salzburg." Als Unternehmer sei er die völlig falsche Adresse für Gewerkschaftsproteste. Dr. Puttinger: "Die Arbeitgeber würden auch nie in der Wohnung eines Gewerkschaftssekretärs eine Protestversammlungabhalten. Im Sternbräu wird außerdem jeder Mitarbeiter über dem KV-Lohn bezahlt. Ausdrücklich feststellen möchte ich aber, daß auch eine Bezahlung nach KV nichts Illegitimes wäre, wie es die Gewerkschaft darzustellen versucht!" Darüber hinaus sollten die Gewerkschafter in ihrer Wortwahl nicht derart gedankenlos agieren: "Wenn HGDP-Vorsitzender Rudolf Kaske Gegenforderungen der Wirtschaft als 'Rückfall in die Zwischenkriegszeit' bezeichnet und in diesem Zusammenhang von 'Kampfmaßnahmen' spricht, ist er sich wohl nicht der Tragweite dieser Diktion bewußt!" Auch die Ankündigung "Die Besetzungen werden fortgesetzt!" zeige deutlich, in welche radikale Richtung die Gewerkschaft abdriftet.

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