Grüner Protest gegen drohende Schließung der Wolkersdorfer Kindergruppe "Pippi Langstrumpf".

Weinzinger: "NÖ-Landesregierung hat bei Kinderbetreuung versagt."

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an der Kinderbetreuungs-Politik der niederöster reichischen Landesregierung übte heute die Grüne Spitzenkandidatin für die NÖ- Landtagswahlen, Brigid Weinzinger. "Der Wolkersdorfer Kindergruppe "Pippi Langstrumpf" droht die Schließung, weil die Finanzierung nicht gesichert ist", stellt Weinzinger fest. Anträge um Zuschüsse aus der Kindergartenmilliarde wurden von Seiten der NÖ-Landesregierung entweder nicht bearbeitet oder mit der Begründung abgelehnt, daß die Kindergarten-Förderung des Bundes nur für Neugründungen gedacht sei. Die bisherigen AMS-Förderungen (Arbeitsmarktservice) drohen radikal gekürzt zu werden. "Generell sind vor allem freie Gruppen von dieser mißlungenen Kinderbetreungs-Politik betroffen, unter anderen auch der Verein "Mit Kindern leben lernen - MIKILELE" in Gänserndorf. "Die Gruppen sind auf den "Good will" der Behörden angewiesen. Die finanzielle Mehrbelastung für die Eltern ist nicht mehr tragbar", kritisiert Weinzinger. Derzeit liegt der Elternbeitrag pro Kind und Monat bei etwa 2.800 Schilling. Wenn alle Förderungen wegfallen, kostet ein Platz öS 5.000,-. Ein öffentlicher Kindergartenplatz kommt für Land und Gemeinden jedoch auf ca. 8.000 bis 12.000 Schilling pro Monat", stellt Weinzinger fest. Wieso werden freie Gruppen, die über eine qualitativ gleichwertige, wenn nicht bessere Betreuung verfügen, von Land und Bund dann nur mit 620 Schilling pro Kind und Monat (Beispiel MIKILELE) gefördert?, kritisiert Weinzinger. "Gerade am Land ist das Angebot an öffentlichen Kinderbetreuungsplätzen unzureichend", betont die Grünpolitikerin weiter.

Morgen, Freitag, findet um 14.00 Uhr am Rathausplatz in Wolkersdorf eine Kundgebung der Kindergruppe "Pippi Langstrumpf" statt. "Wir Grüne werden diese Aktion voll unterstützen", betont Weinzinger. "Wir setzen uns für eine flächendeckende Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen ein. Vor allem Privatinitiativen müssen verstärkt gefördert werden, da die Gruppen meist kleiner (10- 15 Kinder), die Öffnungszeiten flexibler gestaltet sind und die Eltern stärker miteinbezogen werden.

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Mag. Brigid Weinzinger, 0664 / 33 89 247

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