Pröll entschieden gegen Dukovany

NÖ Atom-Beauftragter deponierte Einwendungen in Prag

St.Pölten (NLK) - Der von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zum Atombeauftragten des Landes Niederösterreich bestellte
Rechtsanwalt Dr. Christoph Herbst, ein international anerkannter Experte in Atomrechtsfragen, deponierte gestern im Auftrag des Landes-hauptmannes im Prager Umweltministerium die Einwendungen Niederösterreichs gegen die geplante Erweiterung des Atommüll-Lagers in Dukovany. Die Kapazität des nur 35 Kilometer von der niederösterreichischen Grenze entfernten Lagers soll von 600 auf 2.000 Tonnen erweitert werden. "So nicht liebe Nachbarn!", stellte dazu einmal mehr Landes-hauptmann Dr. Erwin Pröll fest. Das Land Niederösterreich werde weiterhin alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um seine Position gegen die grenznahen Atomkraftwerke und Atommüll-Lager in der Tschechei und der Slowakei
durchzusetzen.

Dr. Herbst begründete die Einwendungen, die fristgerecht im Rahmen der Unverträg-lichkeitsprüfung erfolgten, aus rechtlicher Sicht mit zwei Argumenten:

Das Projekt ist grob mangelhaft und entspricht nicht den internationalen Sicherheits-standards.

Im Fall eines Störfalles sind vollkommen unzureichende Schutzmaßnahmen und kein grenzüberschreitender Informationsaustausch vorgesehen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK