Erhöhung des Pflegegeldes in Vorbereitung

10.000 Pflegebedürftige in NÖ profitieren davon

St.Pölten (NLK) - Das Pflegegeld soll erhöht werden, ein entsprechender Entwurf befindet sich derzeit in der Begutachtungsphase: Die wesentlichen Neuerungen sind, daß die Bezieher des Pflegegeldes dann leichter Zugang zu den Pflegestufen
4 und 5 haben werden, das Pflegegeld auch dann ausbezahlt wird,
wenn die Pflegeperson ein behindertes Kind im Krankenhaus
begleitet, ehemalige Freiberufler und deren Hinterbliebene Pflegegeld erhalten können und bei der Feststellung des Grades der Pflegebedürftigkeit eine Vertrauensperson beigezogen werden kann. "Von den geplanten Verbesserungen beim Pflegegeld werden allein in Niederösterreich 10.000 pflegebedürftige Menschen profitieren", betonten heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landesrätin Traude Votruba. Die Mehrkosten für Bund und Land Niederösterreich würden sich auf 120 Millionen Schilling belaufen.

Das Pflegegeld gibt es seit 1993. Es ist ein Beitrag des
Bundes, der Sozialversicherungen und der Länder zur Abgeltung des Pflegeaufwandes für die Betreuung pflegebedürftiger Personen. Das Pflegegeld gebührt zwölfmal jährlich ab dem dritten Lebensjahr, wenn jemand aufgrund einer Behinderung mindestens sechs Monate
lang fremde Hilfe notwendig hat. Die Höhe des Pflegegeldes ist in sieben Stufen nach dem Grad der Behinderung abgestuft: 2.000 Schilling in Stufe 1 bis 21.074 Schilling in Stufe 7.

"Mit dem Pflegegeld wird in Niederösterreich 54.000 Personen eine wesentliche Unterstützung gewährt, um die notwendige fremde Betreuung und Hilfe zu finanzieren", streichen die beiden Politikerinnen das Pflegegeld als Meilenstein in der Sozialpolitik Österreichs hervor.

Der Antrag auf Pflegegeld ist entweder bei der Sozialversicherungsanstalt oder bei der Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen. Nähere Auskünfte erteilt das Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Sozialhilfe, Telefon 02742/200/6320.

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Niederösterreichische Landesregierung

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