Operativer Ertrag vergleichbar kräftig gestiegen Umbau wird fortgesetzt - Dormann: "Wir halten Kurs" Verhaltener Start in 1998: "Es wird ein schwieriges Jahr"

Frankfurt (ots) - Hoechst setzt seine Ausrichtung auf die Wachstumsmärkte Gesundheit und Ernährung fort. "Wir halten Kurs -wirtschaftlich wie sozialpolitisch", sagte Jürgen Dormann, Vorstandsvorsitzender der Hoechst AG, auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt. "Bisher haben wir die Umgestaltung von Hoechst vorangebracht bei vergleichbar steigendem operativen Ertrag, steigender Dividende, ohne Kapitalerhöhung, bei wachsendem Ergebnis je Aktie und einem kräftig gewachsenen Unternehmenswert."

Hoechst erzielte 1997 ein Betriebsergebnis von 3,65 Milliarden DM; darin sind Sonderfaktoren wie Strukturaufwendungen und erstmalige Goodwill- Abschreibungen berücksichtigt. Auf vergleichbarer Basis gerechnet haben alle großen Konzerngesellschaften ihr Ergebnis gesteigert; insgesamt liegt der operative Ertrag des Konzerns vergleichbar um 22 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz belief sich 1997 auf 52,1 Milliarden DM, das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr (Währungseffekte 7 Prozent; Mengenwachstum 4 Prozent; Ausgliederungen -8 Prozent; Preise -1 Prozent).

Der Gewinn vor Ertragsteuern betrug 3,2 Milliarden DM gegenüber 5,1 Milliarden DM im Vorjahr. Der Verkauf von Arbeitsgebieten und Anteilen hatte 1996 zu einmaligen Gewinnen in Höhe von 2,5 Milliarden DM geführt. Der Jahresüberschuß belief sich auf 1,8 Milliarden DM nach 2,8 Milliarden DM im vergangenen Jahr. "Die Zahlen zeigen einen soliden Jahresabschluß", sagte Jürgen Dormann. "Es ist uns gelungen, eine Balance zu finden zwischen den Anforderungen des täglichen Wettbewerbs, den Erfordernissen zur langfristigen Zukunftssicherung unseres Unternehmens, den Interessen der Mitarbeiter und der Aktionäre."

Erster Geschäftsbericht als Holding Mit dem Jahresabschluß für 1997 legt Hoechst erstmals einen Geschäftsbericht in der neuen Holdingstruktur vor. Im Mai vergangenen Jahres hatte die Hauptversammlung einer Umgestaltung des Konzerns zugestimmt; im Juli wurde Hoechst zu einer Holding mit eigenverantwortlichen Konzerngesellschaften umstrukturiert. Die einzelnen Konzerngesellschaften legen für 1997 geprüfte Jahresabschlüsse vor, sogenannte Combined Statements, und veröffentlichen diese bis Mitte April.

Der Umbau des Hoechst Konzerns geht weiter Hoechst hat sich das Ziel gesetzt, seinen Arbeitsgebieten Wachstumschancen zu öffnen, ihren Wert langfristig zu sichern und somit Beschäftigung zu sichern. Aus diesem Grund konzentriert sich die Hoechst Gruppe auf wachstumsstarke Arbeitsgebiete wie Pharma, Diagnostika, Blutplasmaprodukte und Impfstoffe, Pflanzenschutz, Saatgut, Lebensmittelvorprodukte sowie Tiergesundheit. In diesen Geschäften streben die Unternehmen der Hoechst Gruppe internationale Spitzenpositionen an. "Mit der fortschreitenden Ausrichtung auf die sogenannten Life Sciences werden weitere Arbeitsgebiete der industriellen Chemie aus dem Konzern ausscheiden," kündigte Dormann an. Der Umsatz werde sich infolgedessen 1998 verringern und voraussichtlich in einer Bandbreite von 40 bis 45 Milliarden DM liegen.

Ausblick auf 1998 Das Geschäft des Hoechst Konzerns ist in den ersten beiden Monaten 1998 etwas schwächer angelaufen als im vergangenen Jahr. "Insgesamt erwarten wir, daß 1998 ein schwieriges Jahr wird," sagte Dormann. Er begründete dies vor allem mit den Unwägbarkeiten der Asienkrise sowie mit dem erwarteten Preisverfall für Produkte der Petrochemie. "Beim Betriebsergebnis gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, das Ergebnis von 1997 auf vergleichbarer Basis halten zu können," sagte Dormann weiter.

Forschungsinvestitionen auf Rekordhöhe Mit rund 4 Milliarden DM erreichten die Investitionen in Forschung und Entwicklung 1997 einen Rekord. Der größte Teil entfiel mit 72 Prozent auf die Life Sciences-Arbeitsgebiete, Gesundheit und Landwirtschaft. Die Forschungsquote bei der Pharmagesellschaft Hoechst Marion Roussel AG betrug 17 Prozent, bei AgrEvo waren es 13 Prozent. Kooperationen in der Biotechnologie und die Einbeziehung neuer wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse, zum Beispiel aus der Genomanalyse, sowie neue Organisationsstrukturen sollen die Schnelligkeit und Produktivität von Forschung und Entwicklung weiter steigern.

Mitarbeiterzahl vergleichbar um 5 Prozent gesunken Zum Jahresende 1997 waren bei Hoechst rund 118.000 Menschen beschäftigt, insgesamt sind das 29.650 weniger als im Jahr zuvor. Durch Ein- und Ausgliederungen verringerte sich die Mitarbeiterzahl zusammengenommen um rund 24.000. Ohne diese Veränderungen im Konsolidierungskreis ging die Zahl der Beschäftigten um 5 Prozent zurück. In Deutschland betrug die Mitarbeiterzahl Ende vergangenen Jahres 38.218, das sind vergleichbar 4 Prozent weniger als 1996.

Erfreuliche Zwischenbilanz des Listings an der Börse in New York Rund sechs Monate nach dem Listing der Hoechst Aktie an der New York Stock Exchange (NYSE) zog der Finanzvorstand Dr. Klaus-Jürgen Schmieder eine positive Zwischenbilanz. Im Durchschnitt werden täglich etwa 160.000 Hoechst Aktien in New York gehandelt, das ist deutlich mehr als andere deutsche Unternehmen dort erreichen. "Wir kommen damit unserem Ziel näher, unsere Aktionärsbasis in den Vereinigten Staaten auszubauen", sagte Schmieder. Der Anteil der Aktionäre in Nordamerika hat sich seit dem Listing im September vergangenen Jahres von rund 6 Prozent auf mehr als 10 Prozent erhöht.

Statements in this news release other than historical information are forward-looking statements subject to risks and uncertainties. Actual results could differ materially depending on factors such as the availability of resources, the timing and effects of regulatory actions, the strength of competition, the outcome of litigation, and the effectiveness of patent protection. Additional information regarding risks and uncertainties is set forth in the Registration Statement on Form 20-F and other documents of Hoechst AG on file with the Securities and Exchange Commission.

ots Originaltext: Hoechst Aktiengesellschaft
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Presse-Information Hoechst Aktiengesellschaft Unternehmenskommunikation
Dr.H.-B.Heier
Telefon +49 (0)69 305-7112
Fax - 49 (0)69 305 84160
Internet: http://www.hoechst.com/

Rückfragen bitte an News Aktuell Tel.: +49 40 4113-2850

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN/01