Prokop: 10.000 Behinderte in NÖ profitieren von Erhöhung des Pflegegeldes

Niederösterreich, 11.3.1998(NÖI) "Von den geplanten Verbesserungen beim Pflegegeld werden allein in unserem Bundesland 10.000 behinderte Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher betroffen sein. Die Mehrkosten für Bund und Land Niederösterreich bei den Änderungen für die Bezieher von Pflegegeld belaufen sich auf 120 Mio. Schilling im Jahr. Mit diesen Verbesserungen werden
die Pflegegeldbezieher auch dafür entschädigt, daß das Pflegegeld selbst zuletzt 1995 erhöht wurde", faßt LH-Stv. Liese Prokop die Auswirkungen der Novellierung des Bundes- und des NÖ Landespflegegeldgesetzes auf Niederösterreich zusammen.****

Ab 1.1.1999 erwartet die Bezieher vom Pflegegeld folgende wesentliche Neuerungen:
o Leichterer Zugang zu den Pflegestufen 4 und 5
o Bei der ärztlichen Untersuchung zur Feststellung des Grades der Pflegebedürftigkeit kann eine Vertrauensperson beigezogen werden
o Pflegegeld wird auch ausbezahlt, wenn die Pflegeperson ein behindertes Kind im Krankenhaus begleitet
o Auch ehemalige Freiberufler und deren Hinterbliebene können Pflegegeld erhalten

Das Pflegegeld gibt es seit 1993. Es ist ein Beitrag des
Bundes, der Sozialversicherungen und der Länder zur Abgeltung des Aufwandes für die Betreuung pflegebedürftiger Personen. Das Pflegegeld gebührt 12 x jährlich ab dem 3. Lebensjahr, wenn jemand aufgrund einer Behinderung mindestens 6 Monate lang fremde Hilfe notwendig hat. Die Höhe des Pflegegeldes ist in 7 Stufen nach dem Grad der Behinderung abgestuft. Es beträgt öS 2.000,- (in Stufe 1) bis öS 21.074,- (in Stufe 7).

"Mit dem Pflegegeld wird in Niederösterreich 54.000 Personen eine wesentliche Unterstützung gewährt, um die notwendige fremde Betreuung und Hilfe zu finanzieren", streicht Liese Prokop das Pflegegeld als Meilenstein der Sozialpolitik in Österreich hervor. Der Antrag auf Pflegegeld ist entweder bei der Sozialversicherungsanstalt oder bei der Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen. Auskünfte zum Pflegegeld erteilt das Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Sozialhilfe, 02742/200-6320.
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