AK: Benzinpreissenkung um 10 Groschen zuwenig

Treibstoff muß um mindestens 50 Groschen je Liter billiger werden

Wien (OTS) - Eine Benzinpreissenkung um 10 Groschen je Liter
sei ein Anfang, wenn es dabei bleibt, sei das aber zu wenig. So reagierte heute, Mittwoch, die AK auf von der Mineralölwirtschaft angekündigte Preissenkungen. Der Benzinpreis müsse um mindestens 50 Groschen je Liter sinken, zeigen Untersuchungen der AK. Die Regierung müsse die inflationstreibende Wirkung der Benzinpreisentwicklung stoppen.****

Grundlage für die Forderung der AK ist eine Untersuchung der durchschnittlichen Treibstoffpreise an 1.685 österreichischen Tankstellen, also an gut der Hälfte: Im Zeitraum Oktober 1997 bis Ende Jänner 1998 sank in Rotterdam der Produktpreis für Normalbenzin dollarbereinigt um 16 Prozent, an den
österreichischen Zapfsäulen aber nur um 3 Prozent. Diesel wurde in Rotterdam um 15 Prozent billiger, in Österreich aber nur um 3,3 Prozent. Gleichzeitig sank der Rohölpreis 1997 um 35 Prozent und
im Jänner noch einmal um 13 Prozent. Dazu kommt: Die Nettopreise für Eurosuper liegen in Österreich um 90 Groschen über dem EU-Durchschnitt, die Nettopreise für Diesel um 64 Groschen.

Österreich hat damit EU-weit die höchsten Benzinpreise vor Steuern und Abgaben, kritisiert die AK. Unverständlich sei es, daß die Mineralölwirtschaft selbst vor der bescheidenen Benzinpreissenkung um 10 Groschen je Liter davon spricht, daß sie noch den Markt beobachte. Die Mineralölwirtschaft müsse die Verbilligung auf den internationalen Märkten voll an die Konsumenten weitergeben. Der Benzinpreis müsse um mindestens 50 Groschen je Liter sinken. Überfällig sei auch die von der AK geforderte und vom Wirtschaftsminister bereits zugesagte Veröffentlichungspflicht der 20 billigsten und 20 teuersten Tankstellen pro Bundesland.

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