HÖGER : FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG ALS BASIS "NEUER ARBEIT"

"Ritts"-Studie der EU bestätigt eingeschlagenen Weg bei Forschung

St. Pölten (SPI) Um Niederösterreich als Wirtschaftsstandort attraktiver und international konkurrenzfähig zu machen, bedarf es neben des Ausbaus der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur einer deutlichen Schwerpunktsetzung im Bereich Forschung und Entwicklung sowie einer qualifizierten und bedarfsgerechten Ausbildung der Arbeitnehmer. Die Attraktivität eines modernen Wirtschaftstandortes liegt nämlich nicht nur in seiner regionalen Positionierung begründet, sondern basiert vor allem auf den Grundlagen Infrastruktur, Ausbildung der Arbeitskräfte, direkten und leichten Zugang zu Forschungsergebnissen und neuen
Technologien, erklärte Landeshauptmannstv. Ernst Höger Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Mag. Viktor Klima, Landtagsabgeordneten Karl Pietsch und der Wr. Neustädter Bürgermeisterin Traude Dierdorf. "Forschung und Entwicklung sind damit die Basis der ‘neuen Arbeit’. Ziel muß es sein, moderne Industriebetriebe auf höchstem technologischen Stand anzusiedeln, da dort die größte Wertschöpfung und das höchste Lohnniveau zu erzielen sind", betonte Höger.

Wie dieses Konzept zum Leben zu erwecken ist, zeigt das Beispiel Wr. Neustadt. "Innerhalb der EU werden sich in den kommenden Jahren Forschungszentren entwickeln, die spezielle Schwerpunkte in verschiedenen Bereichen setzen. Wr. Neustadt hat
die besten Chancen, zu einem der EU-weiten Forschungszentren für den medizinischen und Rehabilitationsbereich zu werden",
unterstrich der Landeshauptmannstv. . Mit dem RIZ, der Fachhochschule, dem TZU, dem in Aufbau befindlichen
Kompetenzzentrum für Medizin und Rehabilitation (KTMR) sowie der Einbindung in das Projekt "Civitas Nova" sind die Weichen bereits gestellt. "Grundlage ist die enge Zusammenarbeit zwischen bedarfsgerechter Ausbildung, Forschung und Entwicklung sowie
darauf aufbauender Produktion, die Wr.Neustadt zu einem Kristallisationspunkt der Entwicklung von High-Tech-Unternehmer im Süden Niederösterreichs werden läßt - und damit Vorbildcharakter für ganz Niederösterreich bekommt", unterstrich Höger. Innerhalb weniger Jahre können damit rund 1.500 hochqualifizierte Arbeitsplätze allein in Wr. Neustadt geschaffen werden.

Bereits in der ersten Regionalisierungsstudie, die über Auftrag von Landeshauptmannstv. Höger Mitte der 80er Jahre erarbeitet wurde, ist dem Thema Bildung, Forschung und Technologie hohe Priorität zugeordnet worden. Ein Weg, der sich in den Regionalisierungsprogrammen sowie insbesondere in dem unter
breiter Mitwirkung der Bevölkerung erstellten Konzept "Die
Zukunft" konsequent fortsetzt. "Mit dem Forcieren des
Forschungs-, Bildungs- und Technologietransfers in den Regionen
des Landes ist eine volle Konformität mit den EU-Programmen
gegeben - denn die EU unterstreicht dezitiert die Bedeutung der Bildungs- und Technologiepolitik als Instrument der Arbeitsplatzsicherung und

-schaffung. Was vor allem auch für die vielen klein- und mittelständischen Unternehmen gilt", erinnerte der Landeshauptmannstv. Auch die "Ritts"-Studie bestätigt diesen eingeschlagenen Weg : Die Region Niederösterreich-Süd, die im landespolitischen Regionalisierungskonzept als Industrie- und Forschungsregion festgeschrieben ist, bedarf zur Sicherung dieser Festschreibung eines speziellen Entwicklungsprogrammes im Themengebiet "Forschung und Technologie".

Strukturen auf europäischem Niveau

Der Süden Niederösterreichs ist von einer jahrzehntelangen Randlage nunmehr in eine mitteleuropäische Zentrallage gerückt. "Um aus dieser geopolitischen neuen Situation einen entsprechenden industriellen und damit arbeitsplatzrelevanten Nutzen ziehen zu können, schaffen wir nun jene Voraussetzungen, die für eine europäische Region als Industriestandort notwendig sind, unterstrich der Landeshauptmannstv. Können die äußerst positive Entwicklung der FHS Wiener Neustadt fortgesetzt und die Technolgieprojekte KTMR und "Med Austron" am Gelände von Civitas Nova realisiert werden, sind auch aus internationaler Sicht die Grundlagen dafür geschaffen, daß eine erfolgreiche Umstrukturierung der Unternehmungen der Region in Richtung High-Tech-Betriebe anlaufen kann. "Womit sich die Qualität der Region für ansiedlungswillige Unternehmungen des In- und Auslandes weiter erhöht, da sie Infrastruktur, Bildungsstruktur, Technologie und Forschung an einem Standort in höchster Qualität vorfinden", wie Höger hervorhob.

Internationale Vergleiche zeigen, daß Maßnahmen dieser Art weit über die Stadt Wiener Neustadt hinaus in der ganzen Region wirksam werden und daher auch von anderen Kommunen und Unternehmen der Region bestens genutzt werden können, so der Landeshauptmannstv. abschließend.
(Schluss)nk/ns

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