"Die Zukunft von INTERREG - Überlegungen Österreichs"

Erfolgreiches Lobbying in Brüssel auf Initiative Niederösterreichs

St.Pölten (NLK) - Auf Initiative Niederösterreichs fand
kürzlich in Brüssel ein Workshop zum Thema "Die Zukunft von INTERREG - Überlegungen Österreichs" statt. INTERREG ist das EU-Programm zur Förderung der Grenzregionen bzw. der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und für Niederösterreich mit einer Grenzlänge von 414 Kilometern zu Tschechien und der Slowakei von besonderer Bedeutung. Bisher konnten im Rahmen der EU-Regionalpolitik bereits 48 grenzüberschreitende Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 80 Millionen Schilling in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus, Verkehr und Regionalplanung sowie Landwirtschaft und Umwelt realisiert werden.

Zur Zeit arbeitet Brüssel an der Neugestaltung der EU-Regionalpolitik für die Periode von 2000 bis 2006; auch für INTERREG werden dabei entscheidende Weichen gestellt. Der Workshop diente vor allem dem Lobbying, um den zahlreich anwesenden Kommissionsvertretern die Vorstellungen Österreichs zu präsentieren.

Konkret gefordert wurde eine finanzielle Aufstockung von INTERREG, die besondere Berücksichtigung der Grenzregionen zu den mittel- und osteuropäischen Ländern sowie die Möglichkeit der Ausweitung der INTERREG-Förderungen auf Infrastruktur-investitionen in den Bereichen Verkehr, Telekommunikation, Umwelt und Wirtschaft sowie Aus- und Weiterbildung. Weitere österreichische Forderungen betreffen eine Förderung der Projektentwicklung "von unten" durch stärkere Einbindung der regionalen Entwicklungsorganisationen wie Regionalmanagements und Euregios, die Reduktion des Verwaltungsaufwandes durch die Vereinfachung von Begleitung, Evaluierung und Kontrolle sowie eine Sicherstellung der EU-Finanzierung für gemeinsame Projekte in den Grenzregionen der mittel- und osteuropäischen Länder.

Nach intensiver Diskussion wurden diese Forderungen von den Brüsseler Beamten als wertvoller Beitrag zu den laufenden Arbeiten bezeichnet. Die Kommissionsvertreter zeigten sich vom österreichischen Engagement beeindruckt und sagten eine Berücksichtigung der Forderungen bei der Neugestaltung von
INTERREG zu.

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