0,5 Promille bringen Wirte in Bedrängnis

Gabmann: Eigeninitiative gefordert und gefördert

St.Pölten (NLK) - In den ländlichen Gebieten, in denen es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, haben die Wirte infolge der 0,5 Promille-Grenze Umsatzeinbußen von 20 bis 50 Prozent zu verzeichnen. Bei einer Diskussionsveranstaltung, zu der die "NÖ Wirtshauskultur" gestern nach Karlstetten, Bezirk St.Pölten, eingeladen hatte, betonte Landesrat Ernest Gabmann, das Land werde die Wirte auch in dieser schwierigen Situation nicht allein
lassen. Es sei immer sein besonderes Ziel gewesen, das
traditionelle Gasthaus zu fördern, erinnerte er an die "Gulaschkobra" und an die Aktion "NÖ Wirtshauskultur". Gabmann appellierte an die Gastronomen, nicht den Mut zu verlieren,
sondern Eigeninitiative zu entwickeln und Lösungsvorschläge zu erarbeiten: "Seitens des Landes sind wir gerne bereit, alle derartigen Initiativen zu unterstützen."

In der Diskussion stellten sich Landtagsabgeordneter a.D. Franz Rupp (NÖ Gemeindevertreterverband der ÖVP), Rudi Rumpler (Fachgruppenvorsteher der Gastronomie), Dr. Heinz Michalke (Kuratorium für Verkehrssicherheit), Beatrix Beneder (Politikwissenschafterin und Buchautorin), Stefan Kerbl (ÖAMTC), Karl-Heinz Grundböck (Bezirksgendarmeriekommando St.Pölten) und Gottfried Gorfer (Fachgruppenvorsteher Beförderungsgewerbe) den Fragen der Wirte. Es zeigte sich deutlich, daß es derzeit vor
allem die Verunsicherung der Kraftfahrer ist, die Probleme schafft und zu teilweise gravierenden Umsatzrückgängen führt. Vor allem besonnene Autofahrer trinken lieber überhaupt nichts mehr und verzichten oft auf Wirtshausbesuche.

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