AK zum Euro: Doppelte Preisauszeichnung muß kommen

Da die EU keine doppelte Preisauszeichnung bei der Euro- Einführung vorschreiben will, muß die Bundesregierung dafür sorgen, fordert die AK

Wien (OTS) - Das Europäische Parlament hat es am vergangenen Dienstag abgelehnt, eine doppelte Preisauszeichnung bei der Einführung des Euro verbindlich vorzuschreiben. "Eine große Enttäuschung für den europäischen Konsumentenschutz", so die Arbeiterkammer. Die Verbraucherschützer der AK fordern jetzt, daß die doppelte Preisauszeichnung wenigstens in Österreich gesetzlich garantiert wird.****

Eine verbindliche doppelte Preisauszeichnung über einen
ausreichend langen Zeitraum hinweg liegt im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten. Um so bedauerlicher, so die AK,
daß das EU-Parlament sich weigert, eine entsprechende Regelung zu beschließen. Auch eine Vorschrift für den kostenfreien Umtausch von Banknoten und Münzen kam nicht zustande. Jetzt muß dafür gesorgt werden, daß die doppelte Preisauszeichnung wenigstens in Österreich kommt.

Die AK erinnert daran, daß sich die Bundesregierung schon 1997
dazu verpflichtet hat, die Preisauszeichnung in einem Umstellungsgesetz zu regeln. Jetzt warten die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer darauf, daß Wirtschaftsminister Farnleitner
sich dazu bekennt und den entsprechenden Gesetzesentwurf so bald
wie möglich der Öffentlichkeit vorstellt. Begrüßenswert ist, daß Justizminister Michalek bereits einen Gesetzesentwurf
ausgearbeitet hat, der die doppelte Preisauszeichnung in Verträgen regeln soll.

Die AK erwartet eine Regelung, die die doppelte Preisauszeichnung schon drei Monate vor der physischen Einführung des Euro vorschreibt und die bis drei Monate nach Ende der "Doppelwährungsphase" bestehen bleibt. Die österreichische Bevölkerung erwartet sich zu Recht einen geordneten und nachvollziehbaren Übergang vom Schilling zum Euro, so die Konsumentenschützer der AK abschließend.

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