OeNB - Klarstellung der Oesterreichischen Nationalbank zu aktuellen Meldungen betreffend Nationalbankgesetznovelle

Wien (OTS) - Bezugnehmend auf die aktuellen Meldungen stellt
die OeNB klar:

- Die von Herrn Abgeordneten zum Nationalrat Dr. Haider im

Rahmen einer Pressekonferenz getroffenen Aussagen zu den
Themen "Verwendung der Reserven", "Pensionen und Gehälter der Mitarbeiter" sowie die "zukünftige Rolle der OeNB im Rahmen
des Systems der Europäischen Zentralbanken", entbehren jeder objektiven Grundlage und wurden seitens der Oesterreichischen Nationalbank in der Vergangenheit mehrmals - alleine im Jahr
1997 dreimal - öffentlich dementiert (14. Mai, 10. Juni und
13. November).

- Die von Herrn Abgeordneten Dr. Haselsteiner im Rahmen einer

Presseaussendung getroffenen Aussagen zum Thema
"Zweiganstalten" entbehren ebenfalls jeder Grundlage.

- Die Oesterreichische Nationalbank weist nachdrücklich darauf

hin, daß die Schließung aller Zweiganstalten in den Bundesländern die Geldversorgung des Landes, insbesondere die bevorstehende Einführung des Euro gefährdet. Entgegen den Aussagen von Dr. Haselsteiner verfügen alle EU-Länder (mit Ausnahme von Dänemark) über ein sehr umfangreiches Zweigstellennetz.

- Weiters weist die OeNB den Vorwurf von Herrn Abgeordneten

Dr. Haselsteiner zurück, daß sich die Notenbank "bei der Umsetzung der neuen Pensionsregelung länger als nötig Zeit ließ".
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Pensionsregelung
wurde gemäß den "Erläuterungen" der Regierungsvorlage des Bundesgesetzes betreffend die Änderung des
Nationalbankgesetzes 1984 gewählt. Die in der Zwischenzeit aufgenommenen Mitarbeiter dienen primär der Erfüllung neuer
der OeNB durch Gesetz übertragener Aufgaben (z.B. Sekretariat
des Staatsschuldenausschusses).

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