Krankenkassen sollen künftig festsitzenden Zahnersatz in ihren Zahnambulatorien durchführen dürfen

Frau Bundesminister Eleonora Hostasch greift Forderung des Obmannes der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, auf und möchte im Entwurf der 55. ASVG-Novelle die Monopolstellung der Zahnärzte aufheben

Wien (OTS) - Da es für festsitzenden Zahnersatz (z.B. Brücken, Kronen) keinen Vertrag gibt, ist es den Gebietskrankenkassen gemäß § 153 Abs.3 ASVG verboten, diese Leistung in ihren Zahnambulatorien zu erbringen. Dies führt dazu, daß die Zahnärzte auf dem Gebiet des festsitzenden Zahnersatzes eine Monopolstellung besitzen und daher durch die fehlende Konkurrenz oft weit überhöhte Preise ansetzen.

Deshalb ist es eine langjährige Forderung der Krankenkassen, diese Monopolstellung der Zahnärzte aufzuheben.

Erst vor wenigen Wochen forderte der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, (Presseaussendung vom 6.2.1998) die Gesetzgebung auf, die derzeit unbefriedigende Gesetzeslage für die Versicherten zu ändern.

Erfreulicherweise hat Frau Bundesminister Eleonora Hostasch diese sozialpolitische Forderung aufgegriffen und in der - derzeit in Begutachtung gehenden - 55. ASVG-Novelle den angeführten § 153 Abs.3 ASVG novelliert.

Durch diese geplante Gesetzesänderung soll es den Krankenkassen in Zukunft möglich sein, den festsitzenden Zahnersatz in ihren eigenen Zahnambulatorien anzubieten.

Obmann Franz Bittner erwartet sich durch diese Gesetzes-Novellierung eine Reduzierung der oft überhöhten Preise auf dem Gebiet des festsitzenden Zahnersatzes durch die niedergelassenen Zahnbehandler. Mit der geplanten Gesetzesänderung wird auch ein volksökonomischer Schritt gesetzt, der es den Versicherten ermöglicht, diese Leistung zu sozialpolitisch vernünftigen Preisen und nach Maßgabe des hohen österreichischen Standards in Anspruch nehmen zu können.

Die Wiener Gebietskrankenkasse erwartet sich, daß ihre Versicherten weniger als bisher ausländische Zahnbehandler - da billiger - in Anspruch nehmen werden.

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