Scharfe Kritik der Grünen an Förderpraxis des NÖ-Landschaftsfonds.

Weinzinger: "Artenschutz und Landschaftspflege fallen Golfplatz-Errichtung zum Opfer."

wien (OTS) - Scharfe Kritik an der Förderpraxis des niederösterreichischen Landschaftsfonds übte heute Grün-Kandidatin, Brigid Weinzinger. "Der Fonds dient laut Papier der Erhaltung und Wiederherstellung einer ökologisch intakten Kulturlandschaft mit einer reichen Ausstattung an heimischen Tieren und Pflanzen, umweltscho nenden Nutzungen und vielfältigen Landschaftselementen (zitiert aus den Richtlinien)", betont Weinzinger. "In der Praxis wurden Mittel des Landschaftsfonds jedoch mehrfach zweckentfremdet verwendet", kritisiert Weinzinger und weist darauf hin, daß mit Geldern des Landschaftsfonds die Errichtung dreier Golfplätze mitfinanziert wurde. "Insgesamt sind in die Golfplätze Ottenstein, Ramsau bei Hainfeld und Zöbern mehr als 7 Millionen Schilling geflossen. "Artenschutz-, Kulturlandschafts- und Landschaftspflegeprojekte wurden einfach zurückgestellt, weil im Fonds durch die Golfplatzförderung kein Geld mehr da war", kritisiert die Grünpolitikerin die Vorgangsweise der politisch Verantwortlichen, LH Pröll und LR Blochberger. "Negative Stellungnahmen des Naturschutzes und ein negatives Gutachten blieben unbeachtet", betont Weinzinger. "Wozu gibt es dann eigentlich einen Fachbeirat (Anm.:
besteht aus Landesbeamten aus den Bereichen Wasserrecht, Naturschutz, Agrarbehörde, Umwelt- anwaltschaft und aus Naturschutzorganisationen - WWF, Naturschutzbund, Uni-Wien, Gemeindevertreter, ..) wenn Gutachten einfach abgetan werden?" merkt Weinzinger an.

"Landesrat Blochberger betreibt hier eine höchst merkwürdige Förderpolitik. In diesem Zusammenhang muß angemerkt werden, daß Blochberger Vizepräsident des geförderten Golfclubs Zöbern ist. Die Richtlinien des Landschaftsfonds widersprechen völlig der alltäglichen Praxis", so die Grünpolitikerin weiter. "Golfplätze mögen Privatver- gnügen sein, in einem ökologischen Förderungstopf haben sie jedoch nichts verloren", betont Weinzinger.

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