Nahversorgung und Ortskernbelebung

LH Pröll: Setzen auf Offensive

St.Pölten (NLK) - "Eine funktionierende Nahversorgung ist lebenswichtig, aber wir setzen in Niederösterreich nicht auf Verbote und restiktive Maßnahmen gegen Großmärkte an den Ortsrändern und auch nicht auf Förderungen nach dem Gießkannenprinzip, sondern auf eine offensive Strategie. Ziel ist ein professionelles Marketing zur Belebung der Orts- und
Stadtkerne in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer." Das erklärte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der ankündigte, das Land werde für diesen Zweck innerhalb der nächsten Jahre 50 Millionen Schilling zur Verfügung stellen, wenn auch die
Wirtschaft einen entsprechenden Beitrag leistet. Die Anregung ist auf fruchtbaren Boden gefallen, derzeit arbeiten bereits Experten des Landes und der Wirtschaftskammer NÖ an einem "Kooperationsvertrag zur Belebung von Stadtkernen".

Mußten 1994 österreichweit 198 Gemeinden ohne Nahversorger auskommen, so waren es im Vorjahr bereits 237, rund 10 Prozent
aller Kommunen. Gleichzeitig siedelten sich immer mehr Großmärkte "auf der grünen Wiese" an. Die vom Landeshauptmann initiierte Offensive sieht nunmehr vor, daß Land und Wirtschaftskammer eine gemeinsame Arbeitsgemeinschaft gründen, um die Standortqualität der Stadtkene zu nutzen und zu verbessern. Zu den konkreten Maßnahmen gehören eine umfassende fachliche Beratung, Infrastrukturverbesserungen etwas im Bereich der Parkplätze, eine stärkere Kooperation der Betriebe in den Ortszentren, z.B. in der Werbung, ein optimaler Branchenmix usw. Pröll: "Eine Voraussetzung ist allerdings, daß die örtliche Wirtschaft, die jeweilige Gemeinde und nicht zuletzt die Ortsbewohner als Konsumenten mitziehen."

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