LAKATHA: SEITENSPRUNG DARF NICHT BAGATELLISIERT WERDEN

Gewalt in der Familie als Scheidungsgrund einführen

Wien (ÖVP-Klub) - "Die Bagatellisierung des Seitensprun-
ges, wie sie im Entwurf zum neuen Scheidungsrecht zum Ausdruck kommt, ist ein falsches gesellschaftspolitisches Signal und
kann daher nicht einfach hingenommen werden", erklärte heute
die neue Frauen- und Familiensprecherin der Wiener Volkspartei,
GR Ingrid Lakatha. "Die linken Gesellschaftsveränderer werden endlich zur Kenntnis nehmen müssen, daß es nicht nur einen rechtlichen, sondern auch einen moralischen Unterschied zwi-
schen Ehe und bloßer Lebensgemeinschaft gibt." *****

Lakatha verwahrte sich gegen Behauptungen linker Kreise, wonach
die Volkspartei in Sachen Scheidungsrecht die Praxisnähe verlo-
ren habe oder die Realität nicht zur Kenntnis nähme. "Die Ehe
ist eine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft mit dem Ziel,
eine Familie aufzubauen", stellte Lakatha fest. Ehe heißt Ja
zum Partner zu sagen, wechselseitig Verantwortung zu überneh-
men, Geborgenheit und Verläßlichkeit zu vermitteln, Toleranz
und Rücksichtnahme zu erlernen. Dieses Konzept unterscheidet
sich fundamental von einer 'Wir probieren es halt, und wenn es
nicht geht, trennen wir uns wieder'-Mentalität."

Lakatha erinnerte daran, daß Österreich ein christliches Land
mit einer über Jahrhunderte christlich geprägten Kultur ist.
"Die Ehe als gedachte Lebensgemeinschaft wird mit der geplanten Scheidungsreform ad absurdum geführt - sehr zum Schaden der Familien und vor allem der Kinder. Aus Untersuchungen wissen
wir, daß 96 Prozent der Jugendlichen ein intaktes Familienleben wünschen. Der sanktionslose Ehebruch lädt dazu ein, in noch stärkerem Ausmaß als bisher familiäre Lebensgemeinschaften auf-zuweichen."

Gleichzeitig sprach sich Lakatha dafür aus, Gewalt in der Ehe
als Scheidungsgrund zu verankern. "Wenn ein Mann seine Frau und seine Kinder schlägt, kann von einer guten Ehe und einer Gebor-genheit vermittelnden Familie nicht die Rede sein. Den geschla-genen Familienangehörigen ist es einfach nicht zumutbar, still
zu leiden. Daher muß - um der Werte der Familie willen - in
einem solchen Fall die Scheidung möglich sein und die Schuld
des schlagenden Mannes klar erkennbar gemacht werden."

Abschließend stellte Lakatha fest: "In einer Zeit, in der immer mehr junge Menschen unter ihrer selbst empfundenen Orientie-rungslosigkeit leiden, müssen ewige Werte geschützt und erhal-
ten werden. Zu diesen Werten gehört die Familie. Daher muß auch das Scheidungsrecht tendenziell die Institution der Familie
stützen und nicht zu ihrer Beseitigung beitragen."

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