Guter Start für das NÖ Frauenjahr in St.Pölten

Weitere Veranstaltungen bis Herbst sind geplant

St.Pölten (NLK) - Niederösterreich begeht heuer, ausgelöst
durch die Landesausstellung "aufmüpfig & angepaßt" im Schloß Kirchstetten bei Laa an der Thaya, ein Jahr, das auch sonst von Frauenthemen geprägt ist. Den Auftakt gab es gestern, 8. März, in der Bühne im Hof in St.Pölten mit einer schwungvollen Nachmittagsveranstaltung. Anlaß war der seit 1910 begangene Internationale Frauentag. Alljährlich wird er genützt, um Bestand aufzunehmen und neue Strategien zu entwickeln. 1910 ging es bei
der Einführung des Frauentages um den Kampf um das Wahlrecht,
heute geht es immer noch um die Gleichstellung in der Berufswelt
und im gesellschaftlichen Leben. Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt ein Drittel weniger als Männer, nur jede zweite Frau hat einen Pensionsanspruch über der Armutsgrenze. Weltweit leisten Frauen zwei Drittel der notwendigen Arbeiten und erhalten nur 10 Prozent der Einkommen.

Die beiden für Frauenfragen zuständigen Mitglieder der NÖ Landesregierung, Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landesrätin Traude Votruba, zeichneten ein positives Bild von der Situation der Frauen in Niederösterreich. In diesem Land sei schon relativ viel geschehen, so wurde 1997 beispielsweise das Gleichbehandlungsgesetz für den NÖ Landes- und Gemeindedienst verabschiedet. Die verschiedensten arbeitsmarktpolitischen
Projekte würden entwickelt, um den Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Stolz zeigten sich die Politikerinnen auch darüber, daß die Frauenarbeitslosenzahlen in Niederösterreich im Gegensatz zum bundesweiten Trend nicht gestiegen seien, sondern daß die Frauenbeschäftigung sogar ansteige.

Die anschließende Diskussionsrunde mit der Journalistin Barbara Coudenhove Kalergi, der Schauspielerin Chris Lohner, der Bäuerin Anna Höllerer, der Krankenschwester Theresia Angelmahr und die Architektin Franziska Ullmann war sich darüber einig, daß es eigentlich eine Schande sei, daß man immer noch einen Internationalen Frauentag brauche. Bestandsaufnahme allein genüge nicht, die Gesellschaft müsse sich im klaren sein, daß die weibliche Sicht der Dinge in allen Bereichen Berücksichtigung finden muß.

Zu Frauenthemen gibt es rund um die Landesausstellung noch
einige Veranstaltungen. Den Abschluß bildet ein Symposion am 9. Oktober in Kirchstetten mit dem verheißungsvollen Titel: "Die Zukunft ist weiblich".

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