Gesundheit geht durch Magen und Darm

Neue Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Umwelt, Ernährung und Krebs

Wien (OTS) - "Liebe geht durch den Magen", heißt es. Gesundheit geht durch Magen und Darm. "Ein Drittel der Patienten kommen zum praktischen Arzt oder zum Internisten wegen Krankheiten, die durch die Ernährung mitbedingt sind", erklärte der aus Wien stammende Spezialist Univ.-Prof. Dr. Herbert Lochs, jetzt an der berühmten Berliner "Charité" tätig, aus Anlaß der Ärztewoche in Bad Hofgastein (8.bis 14. März). Ein Beispiel dafür sind auch Krebserkrankungen des Magen- und Darmtraktes.

Häufig werden eher diffuse "Umwelteinflüsse" als Ursachen für Krankheiten angesehen. Doch zumindest bei einigen wesentlichen bösartigen Erkrankungen gibt es ganz eindeutige Zusammenhänge mitdefinierten Umweltfaktoren.

Längst ist bekannt, daß um die 90 Prozent aller Lungenkarzinome durch das Rauchen verursacht werden. Und die Lunge ist eben ein Organ,das mit der "Umwelt" - mit dem Zigarettenrauch - in Kontakt kommt.

Mit einer Oberfläche von der Größe eines Fußballfeldes ist aber auch der Magen- und Darmtrakt "Umwelteinflüssen" ausgesetzt: der Ernährung - und dies Tag für Tag, ein Leben lang.

Der Zusammenhang zwischen Krebs des Magen- und Darmtraktes und der Ernährung läßt sich durch mittlerweile zahllose Statistiken belegen. Ein eher positives Beispiel: Während in den fünfziger Jahren beispielsweise pro 100.000 Männer und Jahr etwa 65 Todesfälle infolge von Magenkrebs verzeichnet wurden, waren es Anfang der neunziger Jahre "nur" noch 30. Der offenbare Grund: Den Österreichern ist derGusto an Geräuchertem seither ziemlich abhanden gekommen.

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Doch damit ist die Angelegenheit von "Ernährung und Krebs" noch lange nicht bereinigt. Etwa 14,5 Prozent von insgesamt rund
30.000, Krebserkrankungen jährlich entfallen auf Dickdarm-bzw.Mastdarm-Karzinome. Zwar hat die Sterblichkeit infolge solcher

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