Wiener Liberale: "Kindergärten in Wien - wo ist die Vielfalt?"

Bolena: "Görg bricht sein Versprechen - Private wurden bei der Ausstellung nicht berücksichtigt."

Wien (OTS) "Wer sich die Ausstellung 'Wien, Kindergärten' in der Wiener Planungswerkstatt ansieht, muß den Eindruck gewinnen, in Wien gibt es ausschließlich von der Gemeinde Wien finanzierte Kindergärten", kritisierte die Liberale Sozialsprecherin Mag. Alexandra Bolena.

Im Katalog zur Ausstellung ist zwar nachzulesen, daß seit 1990 die Stadt Wien 127 Kindertagesheime errichtet und finanziert hat, daß im gleichen Zeitraum aber auch Privatinitiativen und Vereine durch ihr Engagement und ihre Arbeit dazu beigetragen haben, daß sich die Kinderbetreuungssituation in Wien massiv verbessert hat, wird leider vergessen zu erwähnen.

"Uns ist durchaus bewußt, daß es sich bei dieser Ausstellung um eine primär stadtplanerische handelt, dennoch - oder gerade deshalb -haben wir im zuständigen Ausschuß unsere Zustimmung zu dieser Ausstellung nur unter der Bedingung gegeben, daß auch private Projekte vorgestellt werden können. Und damit haben wir nicht die Kinderfreunde gemeint, die ohnedies in der priviligierten Situation sind, von der Gemeinde Wien errichtete Kindergärten zu betreiben", so Bolena.

Kindertagesheime, die von der Gemeinde Wien errichtet, aber von den Kinderfreunden betrieben wurden, haben nämlich sehr wohl ihren Platz in der Ausstellung gefunden. Klar sei, daß Privatinitiativen nicht die Mittel haben, derart prestigeträchtige Projekte wie die Gemeinde Wien zu errichten. Aber gerade deshalb sollte im Rahmen einer solchen Ausstellung diesen Institutionen, die immerhin rund die Hälfte der Wiener Kinder betreuen, die Möglichkeit gegeben werden, sich zumindest vorzustellen.

"Görg hat versprochen, dafür zu sorgen, daß entsprechend der Bedeutung gerade auch privater Kinderbetreuungseinrichtungen für die Stadt Wien diesen die Möglichkeit gegeben wird, sich in der Ausstellung sowie auch im Katalog zu präsentieren - und sei es nur dem Namen nach", so Bolena. Wer die Ausstellung nicht ausschließlich aus architektonischem Interesse heraus besucht, sondern auch, weil er Informationen über das bestehende Kinderbetreuungsangebot sucht, findet nur halbe Information. "Wir hätten uns gewünscht, daß im Interesse der Vielfalt der Kinderbetreuungseinrichtungen Vizebürgermeister Görg sein Versprechen gehalten hätte", meinte Bolena abschließend.

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