VOTRUBA : BESCHÄFTIGUNG UND KINDERBETREUUNG AUSBAUEN

SPÖ-Frauen-NÖ fordern Chancengerechtigkeit und Partnerschaft

St. Pölten (SPI) Nur wenn es eine ausreichende Anzahl vollwertiger Arbeitsplätze für Frauen und ein Kinderbetreuungsangebot gibt, das dem realem Bedarf entspricht, werden Frauen ihr Leben frei gestalten können. Die formale Chancengleichheit auf dem Papier ist zuwenig. Wir fordern eine wirkliche Chancengerechtigkeit für Frauen und eine echte Partnerschaft in der Gesellschaft wie in der Wirtschaft, stellte
die Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen-NÖ, Landesrätin Traude Votruba, Sonntag aus Anlaß des internationalen Frauentages klar. "Das Kinderbetreuungsangebot in Niederösterreich ist deshalb zügigst weiter auszubauen und Maßnahmen im Wirtschaftsbereich zu setzen, die die negative Entwicklung weg von
Vollzeitarbeitsplätzen hin zur Teilzeitarbeit und geringfügigen Beschäftigungen eindämmen, da davon überwiegend Frauen betroffen sind", unterstrich Votruba.

Die Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen warnte vor dem Aberglauben, die Wirtschaft würde aus Liebe zu den Familien den Frauen Teilzeitarbeitsplätze anbieten und die geringfügige Beschäftigung wäre einfach eine Chance für ein Zusatzeinkommen, zu jenen Tageszeiten, wo die Frauen eben gerne arbeiten würden. "Der weitaus überwiegende Anteil der Teilzeitarbeiterinnen und der geringfügig beschäftigten Frauen wünschen sich einen vollwertigen Arbeitsplatz und normale Arbeitszeiten, wie auch die jüngste
Studie des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung ergeben hat", stellte Votruba klar. Durch die geringen bis entfallenden Beiträge zur Pensionsversicherung
ergeben sich für die Frauen - neben der derzeitigen Probleme über ein existenzsicherndes Einkommen zu verfügen-, gewaltige Nachteile im Alter. "All diese Entwicklungen schränken die Entscheidungsfreiheit der Frauen ein. Denn nur wer die Chance hat, sich selbst und seine Kinder erhalten zu können, kann wirklich
frei entscheiden", so Votruba.

Der zunehmend verlangten Flexibilität in der Arbeitswelt muß ein entsprechend flexibles Betreuungsangebot gegenüber gestellt werden, das lückenlos ab dem Ende der Karenz eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung gewährleistet. "Dabei bietet sich die Möglichkeit einer Beschäftigungsoffensive in den Kindergärten im Rahmen der Nachmittagsbetreuung und im Bereich der Kinderkrippen
an, im Zuge derer wir hunderte Kindergärtnerinnen beschäftigten können", erinnerte die Landesrätin, die neuerlich eine entsprechende Übernahme der Kosten durch das Land forderte. All dies werden wir aber nicht herbeihoffen oder erbitten, sondern nur mit der solidarischen Kraft der Frauen durchsetzen können, schloß Votruba.
(Schluß)nk/ns

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