Neue Wege in der Weinbauschule Gumpoldskirchen

Wein und Gast als Schwerpunkt

St.Pölten (NLK) - Nach jahrelangen Diskussionen um die Weinbauschule Gumpoldskirchen, deren Weiterbestand in Folge sinkender Schülerzahlen höchst gefährdet war, wurde nunmehr ein zukunftsweisendes Konzept erarbeitet, das Landesrat Franz Blochberger heute der Öffentlichkeit präsentierte. Es wird von der örtlichen Hauerschaft und vom Verein "Zierfandler-Welt", zu dem sich Winzer aus den Weinorten Baden, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten und Traiskirchen zusammengeschlossen haben, mitgetragen. Das
Konzept sieht ein gemeinsames Schulmodell mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Tullnerbach vor, wobei in Gumpoldskirchen der Schwerpunkt "Wein und Gast" ist, also die Direktvermarktung, vor allem der Buschenschank und die
Naherholung.

Der Gumpoldskirchner Gemeindeheurige, der von acht bis zehn Hauerfamilien genutzt wird und an rund 200 Tagen im Jahr
ausgesteckt hat, wird in die Schule übersiedeln. In einem "Schulheurigen" wird den Schülern Kalkulation, Logistik für die Küche, die richtige Präsentation von Wein usw. praxisnah vermittelt. Weiters wird in der Schule eine dringend benötigte Geschäftsstelle für die "Zierfandler-Welt", eine Koordinationsstelle für Weintourismus der Thermenregion sowie ein Präsentationsraum für Weinveranstaltungen eingerichtet. Es ist also, wie der Leiter der landwirtschaftlichen Schulabteilung des Landes, Hofrat Dr. Peter Schawerda betont, "auch ein Weg der Öffnung der Schule".

Die Kosten für die baulichen Adaptierungen betragen rund 6 Millionen Schilling, das Land wird 3 Millionen bereitstellen, kündigte Blochberger an. Er stellte fest: "Es ist in relativ
kurzer Zeit gelungen, in der Region und gemeinsam mit der Region
ein zukunftsweisendes Projekt zu erarbeiten. Das Land unterstützt diese Initiative sehr gerne und wünscht ihr viel Erfolg, vor allem auch hinsichtlich eines gesicherten Weiterbestandes der traditionsreichen Schule und einer optimalen Vermarktung des
Weines der Thermenregion."

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