HÖGER : EINSATZ DER GRENZGENDARMERIE BEWÄHRT SICH

Über 100 Prozent Steigerung bei den aufgegriffenen Illegalen

St. Pölten (SPI) Die Grenzgendarmerie bewährt sich bestens und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit im Osten Österreichs. Wurden 1996 noch 1.108 Personen nach illegalen Grenzübertritten aufgegriffen, so waren es 1997 bereits 2.260, was einer Effiziensteigerung von 104 Prozent entspricht, erklärte Landeshauptmannstv. Ernst Höger Freitag nachmittags bei einem Besuch des
Bezirksgendarmeriekommandos Mistelbach. "Insgesamt werden bis zum Jahr 2000 über 2,7 Milliarden Schilling für die Ausstattung des Grenzschutzes ausgegeben, wobei bis heute bereits 1,8 Milliarden Schilling investiert wurden. Der Großteil der Investitionen geht
in die technische Ausstattung, was sowohl der Effizienz als auch
dem Schutz der Beamten dient. So wurden allein für die Grenzgendarmerie 70 neue Dienststellen mit einem Aufwand von fast einer halben Milliarde errichtet", betonte Höger.

So wurden etwa 500 Geschoßschutzwesten angeschafft. Schwerpunkte bilden weiters 40 Wärmebildfahrzeuge, 250 CO2-Sonden, 250 Nachtsichtgeräte, 55 Hohlraumsonden, 81 Wandschichtdickenmeßgeräte, 175 Metalldetektoren, 120 Suchtgiftschnelltester und 527 neue Handfunkgeräte, unterstrich
der Landeshauptmannstv. weiters. "Solange wir das Einkommens- und Wohlstandsgefälle von 1:10 nicht überwunden haben, wird es immer Menschen geben die versuchen, auch auf illegale Weise an unserem Wohlstand zu partizipieren. Dagegen müssen wir uns schützen, was wir Dank des Einsatzes von Innenminister Karl Schlögl auch sehr erfolgreich zu Stande bringen", hob Höger hervor. Gemeinsames europäisches Ziel muß ist und bleibt aber eine Angleichung der sozialen, einkommensmässigen und wirtschaftlichen Standards als beste Grundlage der öffentlichen Sicherheit im Osten - über die jetzigen Grenzen hinaus. "Denn soziales Gleichgewicht als Basis
der Sicherheit gilt sowohl im inneren wie im äusseren, und Sicherheit kann niemals allein durch militärische oder
polizeiliche Maßnahmen erreicht werden", stellte Höger abschließend klar.
(Schluß)nk/ns

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