Milder Winter senkt Schadstoffbelastung in Niederösterreich

Alle Werte unter jenen des Vorjahres

St.Pölten (NLK) - Der bemerkenswert milde Winter 1997/98 spart nicht nur Heizkosten, auch die Belastung durch Luftschadstoffe ist ausgesprochen gering. So zeigte das Schwefeldioxid (SO2), ein für das Winterhalbjahr typischer Luftschadstoff, an allen Luftgütemeßstellen des NÖ Überwachungsnetzes in Niederösterreich für den Zeitraum 1. Dezember 1997 bis einschließlich 28. Februar 1998 deutlich niedrigere Werte als in den beiden Wintern davor. Im heurigen Winter wurden im Gegensatz zu anderen Jahren an keiner einzigen Meßstelle die SO2-Grenzwerte überschritten.

Auch die Wintermittelwerte der Staubbelastung lagen an allen niederösterreichischen Luftgütemeßstellen unter jenen der beiden Vorjahre. Die Stickstoffdioxidbelastung (NO2) wies ebenfalls an nahezu allen Meßstellen geringere Werte auf. Der Unterschied zu
den Vorjahren war allerdings bei weitem nicht so deutlich. Dieser Schadstoff ist im wesentlichen auf den Verkehr zurückzuführen, der sich bekanntlich nicht verringert hat.

Diese an sich günstige Immissionsentwicklung ist allerdings nicht auf Umweltmaßnahmen, sondern vor allem auf die milden Temperaturen in den Wintermonaten zurückzuführen. In diesem Winter wurde die höchste mittlere Lufttemperatur seit Bestehen des NÖ Luftgütemeßnetzes (1984) registriert. Sie lag rund vier Grad höher als im vergangenen Winter und um bis zu sechs Grad über den Werten des Winters 1995/96. Selbst im kühlen Waldviertel lag die mittlere Lufttemperatur knapp über null Grad. Besonders bemerkenswert ist die zweite Februarhälfte 1998 mit einem Temperaturmittel von beispielsweise 7,9 Grad in St.Pölten und 9,3 Grad in Wiener Neustadt.

Ozon spielt im Winter eine eher untergeordnete Rolle und wird erst im Sommerhalbjahr wieder aktuell. Die "Ozonsaison" beginnt
mit 1. April und endet am 30. September 1998. Die Ozonbelastung
wird an 29 Meßstellen rund um die Uhr überwacht. Aktuelle Ozonwerte können auch heuer wieder unter der Telefonnumer 02742/1580 abgefragt werden. Der tägliche Luftgütebericht wird während der "Ozonsaison" auch an Wochenenden und Feiertagen unter der Telefonnumer 02742/200/4444 bekanntgegeben. Unter dieser Telefonnummer werden bei Ozonalarmen auch weitergehende Informationen bereitgestellt. Außerdem wird das Überschreiten der Ozon-Vorwarnstufe und weiterer Stufen über die
Nachrichtensendungen des ORF verlautbart.

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