10 Jahre NÖ Donaufestival

Im Fluß der Illusionen mit vielen Höhepunkten

St.Pölten (NLK) - 38 Produktionen, 28 Ensembles, 32
Solokünstler, 5 Uraufführungen, 2 Auftragswerke, 3 Koproduktionen, 10 Ausstellungen, 1 Filmpräsentation und 11 österreichische Erstaufführungen - diese Eckdaten zeigen schon, daß das diesjährige niederösterreichische Donaufestival unter dem Motto "Im Fluß der Illusionen" in St.Pölten und in Krems wieder ein Höhepunkt des Kulturjahres sein wird. Schließlich ist heuer auch ein Jubiläum zu feiern, das Donaufestival gibt es seit genau zehn Jahren. In einer Pressekonferenz erinnerte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop heute an den tiefgreifenden Wandel in diesem Jahrzehnt. 1988 trennte noch der Eiserne Vorhang den Kontinent und das junge Festival setzte sich bewußt das Ziel der Grenzüberschreitung. Die kulturelle Infrastruktur war noch lange nicht so ausgebaut wie heute, es gab weder das FestSpielHaus in St.Pölten noch die Kunst.Halle in
Krems. Wobei, so Intendant Dr. Alf Kraulitz, das Donaufestival "Trägerrakete" für diese Einrichtungen war. Gleichgeblieben ist allerdings das Ziel, sowohl tradierte Kunst wie auch Avantgarde zu bieten und miteinander in Einklang zu bringen, wie Prokop betonte.

Fuliminant wird schon der Auftakt am 12. Juni in St.Pölten
sein. Um 19 Uhr wird das Wiener Staatsopernballett im Großen Saal des FestSpielHauses Igor Strawinskis "Sacre", die Uraufführung "Mythos" von Hermann Nitsch und "Alles Walzer" mit Melodien von Johann und Josef Strauß sowie Gustav Maler in der Choreographie
von Renato Zanella bringen. Anschließend gibt es im Regierungsviertel ein Open Air mit dem Pinanisten Robert
Lehrbaumer (22.10 Uhr) und dem spanischen Illusionstheater Xarxa Teatre (22.45 Uhr). Einen Traum hat sich Alf Kraulitz mit dem Bau eines Baumhauses im Kremser Stadtpark erfüllt, in dem von 13. bis 21. Juni ein Film von Daniele Proskar über 10 Jahre Donaufestival gezeigt wird. Am 13. Juni gibt es von 15 bis 20 Uhr im Stadtsaal Krems erstmals einen "Tag der Uraufführungen" mit drei Uraufführungen und drei musikalischen Raritäten von sechs jungen österreichischen Komponisten. Höhepunkte im FestSpielHaus St.Pölten werden unter anderem die Auftritte der Ballettcompaniy des Theaters Altenburg-Gera mit dem Rockballett "The Wall" (17.
und 18. Juni, 20 Uhr) des Baletts der Staatsoper Budapest mit "Der Widerspenstigen Zähmung" (20 Juni, 20 Uhr), der Prager Laterna Magika (24. bis 27. Juni jeweils um 20 Uhr und 25. Juni auch um 11 Uhr), der "Les Tambours de Brazza" aus dem Kongo, (1. Juli, 20
Uhr) und der La Cuadra des Sevilla mit "Carmen" (3. und 4. Juli um 20 Uhr) sein. Im Rahmen des Wachauer Theaterfestivals in Krems
darf man vor allem auch "Il Trovatore", auf dem Hohen Markt von
der Staatsoper der bulgarischen Stadt Ruse geboten (13. und 14. Juni, 21 Uhr) auf Anton Tschechovs "Das Haus Nummer 13" in einer Aufführung des Hamburger Thalia-Theaters (15. Juni, 20 Uhr im Theaterhaus Alte Sporthalle) und auf Wilhelm Shakespeares "Hamlet" der litauischen LIFE Gruppe (19. und 20. Juni, 19 Uhr alte Sporthalle) gespannt sein.

Für Interessierte gibt es auch heuer wieder den NÖ Donaufestival-Ticketexpreß, täglich von 9 bis 21 Uhr unter der Telefonnummer 02236/21212.

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