WIENER STADTWERKE: ÖVP BESTEHT AUF ZEITGEMÄSSER MODERNISIERUNG

Mitarbeiter brauchen keine Panikmache, sondern vernünftige und korrekte Informationen

Wien (ÖVP-Klub) - "Die Art und Weise, in der GdG-Vorsit-
zender Weninger und GdG-Wien-Vorsitzender Hundstorfer die Re-organisations- und Privatisierungsdebatte über die Stadtwerke gegenüber den Mitarbeitern darstellen, ist nichts weiter als unnötige Panikmache vor den Personalvertretungswahlen", stellte ÖVP-Gemeinderätin Patrizia Markus in einer Reaktion auf eine heutige Presseaussendung der beiden GdG-Funktionäre fest. "Na-
hezu jede Aussage läßt Grundkenntnisse aus dem Gesellschafts-recht und Kenntnisse über modernes Kommunalbetriebs-Management vermissen. Mit den geäußerten Ansichten erweisen sie weder den Stadtwerken, noch deren Mitarbeiter einen guten Dienst." *****

Markus stellte fest:

1. Eine Überführung der Wiener Stadtwerke in bewährte, von vie-len anderen Landeshäuptstädten in Österreich praktizierte gesellschaftsrechtliche moderne Formen ist unerläßlich, wenn
die Arbeitsplätze und die grundsätzlich positive Stellung der Stadtwerke als umfassende Versorgungsbetriebe erhalten werden sollen.

2. Die Gemeinde Wien wird auch bei einer Umwandlung der Stadt-werke - etwa in eine Holding oder eine Aktiengesellschaft -
die hundertprozentige Mehrheit halten. Es kann also keine Re-
de davon sein, daß sich der Gemeinderat auf einmal, nur weil
eine andere, moderne, tausendfach bewährte Gesellschaftsform gewählt wird, als die Hochburg des Kapitalismus gebärdet. Es
geht nur darum, hoheitliche Verwaltungsprozesse zurückzudrän-
gen und statt dessen die üblichen österreichischen Organisa-tions- und Unternehmensführungsmaßnahmen erst zu ermöglichen.

Darüber hinaus dient gerade diese Form einer Neustrukturierung
der Wiener Stadtwerke einer Sicherung der Arbeitsplätze, denn
erst dann werden, wenn nötig, sinnvolle Kooperations-, eventu-
ell sogar Beteiligungskonzeptionen möglich. Dabei wird in er-
ster Linie an die Konkurrenzsituation in den Randgebieten der Gemeinde Wien, etwa mit der EVN zu denken sein. Es wird sich
auch grundsätzlich die Frage stellen, ob die Wiener Stadtwerke einzelne kleine Dependencen weit weg von Wien verwaltungsmäßig sinnvoll betreuen können. Als Beispiel erwähnte Markus das Kraftwerk der Stadtwerke in Opponitz.

"Mit Kampfdrohungen, Panikmache und irreführenden Informationen
ist es nur sehr schwer möglich, rational notwendige Verbesse-rungsschritte für die Stadtwerke und ihre Mitarbeiter zu be-werkstelligen." Markus schloß: "Ich halte außerdem nichts da-
von, die Konsumenten und die Mitarbeiter mit solchen unüber-
legten Aussendungen völlig grundlos zu verunsichern."

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