HÖGER : BESCHÄFTIGUNG NICHT ARBEITSLOSIGKEIT FINANZIEREN

Höger eröffnet nach einem Jahr ‘Startbahn’ Tischlerei und Großküche

St. Pölten (SPI) Das Projekt ‘Startbahn’ hat bewiesen daß es möglich ist, Arbeitslosen wieder eine sinnvolle Beschäftigung zu geben und Geld nicht für die Finanzierung der Arbeitslosigkeit, sondern zur Schaffung von Arbeit aufzuwenden. Diesem erfolgreichen Beispiel folgend müssen wir zu einer Umschichtung der durch die sinkende Arbeitslosigkeit freiwerdenden Gelder hin zu neuen Beschäftigungsprojekten kommen, forderte Landeshauptmannstv. Ernst Höger, der Donnerstag die neue Tischlerei und die neue Großküche des Projekts eröffnete. "Arbeit gibt es in unserer Gesellschaft genug, wir müssen nur Wege finden, sie auch zufinanzieren. Denn es ist zuwenig, den Menschen einfach nur Geld in die Hand zu geben
und ihnen gleichzeitig zu sagen, daß man sie eigentlich brauchen kann. Die Arbeitslosigkeit ist die größte Beleidigung der Menschenwürde", betonte Höger, der aus diesem Anlaß die Únterstützung durch das AMS-NÖ würdigte, durch die dieses Projekt ermöglicht wurde.

Vor allem im nicht marktkonformen und sogenannten ‘Non profit-Bereich’, in den Gemeinden, im Sozial- und Umweltbereich, im Naturschutz und vielen mehr, ist Arbeit vorhanden, die aber derzeit nicht finanziert und von der Wirtschaft nicht angeboten werden kann. "Die Arbeit ist das bestimmende Element im Leben
jedes Menschen, weil er sich über die Arbeit gemäß seinen Fähigkeiten und Talenten in die Gesellschaft einbringen kann. Und der weitaus überwiegende Großteil der Arbeitslosen will auch arbeiten. Also nehmen wir Geld in die Hand und schaffen ihnen Arbeit. Daß dies möglich ist, hat die ‘Startbahn’ bewiesen", stellte der Landeshauptmannstv. klar.

Das Projekt wurde vor fast genau einem Jahr, am 1. März 1997, von LHStv. Ernst Höger gestartet. "Die Startbahn" ist ein beschäftigungspolitisches Projekt für den Bezirk Baden, das gemeinsam mit dem AMS - NÖ und seinen Regionalstellen in Baden und Berndorf - St. Veit gestartet wurde und in seiner Anfangszeit auch zur Gänze vom AMS und aus ESF-Mitteln finanziert wird. In einer intensiven Projektvorbereitung wurde im Rahmen einer Marktanalyse
in den Gemeinden des Bezirkes erhoben, welche Dienstleistungen für die Gemeinden und privaten Haushalte zusätzlich zu den Angeboten der Betriebe des Bezirkes notwendig wären. Die Idee hinter dem Projekt ist, ohne in Konkurrenz zu dem Gewerbe zu treten, diese Dienstleistungen anzubieten und dafür Langzeitarbeitslose in ein ordentliches Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen. Die maximale Beschäftigungsdauer beträgt ein Jahr, im Verlauf dessen die Langzeitarbeitslosen die vom AMS an die Starbahn vermittelt
werden, wieder in die Arbeitswelt eingegliedert werden sollen. (Schluß)nk/ns

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