Soforthilfe für Gastbetriebe gefordert

Drastische Umsatzrückgänge seit Senkung der Promille-Grenze Aufhebung der Getränkesteuer bleibt weiter aktuell

Wien (PWK) - Seit der Herabsetzung der Promille-Grenze sind die Umsätze in vielen Gastronomiebetrieben drastisch zurückgegangen. Die von den Wirten aus Gründen der Verkehrssicherheit mitgetragene Maßnahme stellt sich für viele Betriebe als existenzbedrohend heraus. Als Sofortmaßnahme werden daher steuerliche Erleichterungen für die Betriebe gefordert, wie vor allem im Bereich der Getränkebesteuerung (Biersteuer, Schaumweinsteuer, Speiseeisabgabe) sowie bei "all inclusive"-Angeboten und anderen Aktivitäten. ****

"Das Thema Getränkebesteuerung hat durch die Herabsetzung der Promille-Grenze noch an Gewicht gewonnen", stellte der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, im Anschluß an die jüngste Sektionsleitungssitzung fest. Wie schon mehrmals berichtet, belastet allein die anachronistische Getränkesteuer (Kröll: "ein europaweites Unikat") die Wirtschaft mit 5,5 Milliarden Schilling jährlich, was für die heimischen Tourismusunternehmen eine gewaltige Wettbewerbsverzerrung und ein Handikap im internationalen Konkurrenzkampf bedeutet.

Mit Sorge wird daher die neuerliche Belastung der Betriebe durch die Senkung der Promille-Grenze gesehen. Aber nicht nur die Betriebe sind betroffen, auch den Gemeinden drohen Einbußen bei der gemeindeeigenen Getränkesteuer, warnt Kröll. Letztlich werden die Auswirkungen der Promille-Senkung auch auf den Finanzminister zurückfallen. Der insgesamt geringere Getränkekonsum beim Wirt schlägt sich auch im Umsatzsteueraufkommen nieder.

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