Lembacher: SPÖ ignoriert Wünsche der Frauen

Warum weiß SP-Landesrätin Votruba nicht, daß geringfügig Beschäftigte seit heuer sozialversichert sind?

Niederösterreich, 4.3.98 (NÖI) "78% aller berufstätigen Frauen bevorzugen eine Teilzeitbeschäftigung, damit sie Beruf und Familie besser vereinbaren können. Wenn die SPÖ unsere Frauen vor Teilzeitarbeitsplätzen warnt und darin Gefahr sieht, ignoriert sie die wirklichen Wünsche der Frauen sträflich", reagiert VP-LAbg. Marianne Lembacher auf Aussagen der SP-Landesrätin Traude Votruba. Votruba hat heute die Frauen vor Teilzeitarbeitsplätzen und Mc
Jobs gewarnt und darin eine Gefahr für die sozial - und pensionsrechtliche Absicherung von Frauen gesehen.****

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist der Widerspruch
innerhalb der Sozialisten. Während Votruba gegen Teilzeitarbeitplätze ist, spricht sich ihr Parteikollege Lacina, der zudem Beschäftigungsbeauftragter der SPÖ ist, im "Standard" vom 6.2.98 offen für mehr Teilzeitjobs aus, so Lembacher.

"Schlimm ist weiters, daß Votruba darüber uninformiert scheint, daß auch geringfügig Beschäftigte seit 1.1.1998 bereits sozialversichert sind und damit einen Anspruch auf Unfall- und Krankenversicherung sowie eigene Pension haben. Gegenteilige Aussagen von Votruba werden tausende Frauen in Niederösterreich verunsichern", so Lembacher weiter. Seit 1.1.1998 sind auch Personen, die weniger als 3.840 Schilling pro Monat verdienen als "geringfügig Beschäftigte" sozialversichert. Niederösterreich liegt mit der Anzahl und Entwicklung der geringfügig Beschäftigten im Österreich-Durchschnitt.
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