FP-Marchat: Pröll's Arbeitsplatzpolitik gescheitert - Beschäftigungsgipfel unumgänglich

Dramatischer Austausch niederösterreichischer Arbeitnehmer durch ausländische Billigarbeitskräfte

St. Pölten (OTS) - "Die jüngsten Arbeitslosenzahlen des Sozialministeriums bestätigen jetzt hochoffiziell: die Arbeitsplatzpolitik des Erwin Pröll ist kläglich gescheitert. Tatsache ist nunmehr, die Situation am niederösterreichischen Arbeitsmarkt ist so düster und kalt, wie der Blick des Landeshauptmannes auf seinen zynischen Wahlplakaten", stellte heute der freiheitliche Landesparteisekretär LAbg. Franz Marchat fest. Jemand, der auf Plakaten und in seinen Sonntagsreden vorgebe, in Fragen der Beschäftigungspolitik Durchsetzungskraft zu besitzen und dann einen Arbeitslosenrekord nach dem anderen aufstelle, sei nicht nur unglaubwürdig, sondern als Landeshauptmann dieses Landes auch fehl am Platze, führte Marchat weiters aus.

Die Arbeitslosenzahlen in Niederösterreich lagen Ende Februar 1998 um 2,4 Prozent höher, als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Damit sind offiziell in Niederösterreich exakt 51.422 Menschen oder mehr als zehn Prozent als arbeitslos gemeldet, um 1.215 Niederösterreicher mehr als im Februar des Vorjahres. Besonders alarmierend sei die Zunahme der älteren Arbeitslosen um 14,8 Prozent auf 11.646. Zu einem explosionsartigen Anstieg der Arbeitslosen kam es vor allem in den Bezirken St. Pölten (+ 11,5 %), Schwechat (+ 10,5 %), Bruck/Leitha (+ 9,6 %), Zwettl (+ 9,3 %), Baden (+ 8,5 %) oder Tulln (+ 7,5 %). Auch in Prölls Heimatbezirk Hollabrunn lag die Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 4,1 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt.

"Von einem Beschäftigungsrekord, von dem der Landeshauptmann so gerne spricht, ist also weit und breit nichts zu sehen Tatsache ist aber, daß in Prölls Zeit als Landeshauptmann die Ausländerbeschäftigung um 26 Prozent gestiegen ist. Hier fand ein dramatischer Austausch einheimischer Arbeitskräfte durch billig, vor allem osteuropäischer Arbeiter statt", stellte Marchat fest. Die von der Pröll-ÖVP forcierten Osterweiterung würde daher auch zu einer weiteren Verschärfung am Arbeitsplatz führen.

Marchat fordert nach dem Vorliegen der dramatischen Arbeitslosenzahlen die sofortige Einberufung eines Beschäftigungsgipfels: "Es gäbe genügend Projekte in Niederösterreich, die zu einer Entspannung am Arbeitsmarkt führen könnten. Ich nenne nur den für die Region Schwechat so wichtigen Ausbau des Flughafens Wien mit einer dritten Landebahn. Es wäre verrückt, wenn Bund und Land statt dessen den Ausbau des Flughafens Preßburg unterstützten." Abschließend stellte Marchat fest: "Die Politik ist jetzt gefordert, konkrete Taten zu setzen. Ich habe aber den Eindruck, daß ÖVP und SPÖ bloß bemüht sind, sich über den Wahltermin hinüberzuschwindeln."

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