Groer vor Versetzung nach Ungarn - Krenn dürfte nach Rom berufen werden - Krenn: "Ich werde niemanden weichen." Vorausmeldung zu News 10/5.3.98

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin News unter Berufung auf einen hochrangigen Kirchenfunktionär berichtet, steht Kardinal Hans Hermann Groer vor der Versetzung in ein ungarisches Kloster. Groer wird noch vor dem im Juni vorgesehenen Papstbesuch in das Benediktiner-Kloster Pannonhalma in West-Ungarn versetzt.

Mittelfristig dürfte auch Bischof Kurt Krenn versetzt werden. Für ihn ist ein Versorgungsposten in Rom vorgesehen. Krenn darf allerdings den Papstbesuch in St. Pölten noch abwarten.

Im News-Interview nimmt auch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun zur bischöflichen Erklärung der Vorwoche Stellung. Dem von den Bischöfen Schönborn, Eder, Kapellari und Weber unterzeichneten Text könne er so nicht zustimmen. Laun kenne die zugrundeliegenden Überlegungen zu wenig, um ebenfalls die "moralische Gewißheit" über Groers Schuld zu haben. Die Belastung der Kirche könne er allerdings bestätigen. Laun: "Klar ist, daß die Bischöfe seit langem unter einem Leidensdruck stehen. Unbestritten, daß wir uns alle endlich nach einem Schlußstrich gesehnt haben."

Unverändert ist die Position Kurt Krenns. Im News-Interview erklärt Krenn: "Ich weiche niemandem." Er denke nicht an Rücktritt und rechne nicht mit einer Versetzung. Auf Gerüchte, er werde nach San Marino versetzt, reagiert Krenn mit der ihm eigenen Ironie: "Ha, ha, ha. Das ist ja fesch, sehr gut! Es lebe San Marino! Aber im Ernst, das ist völliger Blödsinn." Krenn hätte weiter seine "Auftrag zu erfüllen": "Da gebe ich alles. Sogar mein Leben."

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