Steyr-Verkauf - Androsch will mitbieten - CA bestätigt Schreiben einer weiteren Interessentengruppe Vorausmeldungen zu News Nr. 10/98 vom 5.3.1998

Wien (OTS) - Wie das morgen, Donnerstag, erscheinende Nachrichtenmagazin News berichtet, gibt es wenige Tage vor der entscheidenden CA-Aufsichtsratssitzung neben Magna zwei weitere Interessenten für den Steyr-Konzern. Ex-Finanzminister Hannes Androsch bestätigt gegenüber News: "Wir überlegen ernsthaft, ein Offert zu legen, entschieden ist aber noch nichts." In der Androsch-Gruppe würde die oberösterreichische Raiffeisenbank unter Führung von Ludwig Scharinger die Finanzierung übernehmen.

Die CA bestätigt gegenüber News auch, daß ein Schreiben einer weiteren Interessentengruppe eingelangt sei. Zu einem persönlichen Termin sei es jedoch noch nicht gekommen, weil diese Gruppe die Details ihres Angebots schriftlich präsentieren will. Laut News handelt es sich dabei um einen Bieter, hinter dem ein großer europäischer Automobilkonzern steht.

Seit News vergangene Woche die Details der Vereinbarung zwischen CA und Magna veröffentlichte, wird immer mehr Kritik an dem geplanten Verkauf laut. Durch Haftungsübernahmen und Verlustabdeckungen sowie den gesunkenen Kurs der Magna-Aktie würde die CA für Steyr derzeit nicht 3,54 Milliarden Schilling erlösen, sondern etwa 500 Millionen Schilling weniger. Der CA-Aufsichtsrat und Wiener Arbeiterkammer-Direktor Werner Muhm besteht in News auf Zahlung des vollen Preises: "Ich gehe davon aus, daß, wenn Herr Stronach 3,54 Milliarden als Kaufpreis nennt, dieser Betrag auch an die CA fließen muß." Und der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Christoph Leitl meint: "Wenn die Bank Austria-Gruppe Geld verlieren will, dann ist es ihr Problem."

Sollte der CA-Aufsichtsrat am kommenden Dienstag die Zustimmung zum Steyr-Verkauf nicht erteilen oder der entsprechende Tagesordnungspunkt abgesetzt werden, könnte dies, laut News, einen Konflikt mit Frank Stronachs Magna zur Folge haben, denn, so das Magazin, seitens der CA sei bereits eine gültige Verkaufsvereinbarung mit Magna unterzeichnet worden.

Billa - Rewe-Chef Reischl skizziert Expansionspläne - Einstieg in Reisebranche möglich =

In einem ausführlichen Interview mit dem morgen, Donnerstag, erscheindenden Nachrichtenmagazin News zieht der Chef des deutschen Billa-Eigentümers Rewe, Hans Reischl, Bilanz über sein bisheriges Engagement in Österreich und erläutert die Zukunftspläne mit Billa.

Reischl hofft, "daß wir unseren Marktanteil vergrößern können. Das gelingt aber nur durch neue Standorte." Bisher, so Reischl, seien "die prognostizierten Ergebnisse im Großen und Ganzen eingetroffen. Wir liegen bei Umsatz und Ertrag über Plan." Auf die Frage ob Rewe mit dem konzern-eigenen Reiseveranstalter ITS oder der Reisebürokette Atlas nach Österreich kommen werde, meint Reischl: "Im Reisemarkt gibt es in Österreich sicher noch Platz." Überraschungen in diesem Bereich seien jedenfalls möglich, bestätigt Reischl.

Weiters, so der Rewe Chef, werde Rewe die österreichischen Billa-Lieferanten stärker unter Druck setzen: "Bei einigen Lieferanten, z.B. Unilever, gibt es zwischen Österreich und Deutschland massive Unterschiede, das muß sich ändern. Der österreichische Lieferant wird in Zukunft vielleicht etwas weniger verdienen, aber da kann ich ihnen nicht helfen. Wir sind nicht dazu da, die Gewinne der Ernährungsindustrie zu optimieren." Künftige Kostenvorteile im Einkauf werde Billa aber voll an die Kunden weitergeben, kündigt Reischl an.

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