Starke Zunahme der geringfügig Beschäftigten

Votruba: Vor allem Frauen sind davon betroffen

St.Pölten (NLK) - Österreichweit gibt rund 270.000 geringfügig Beschäftigte. Mit steigender Tendenz. Das bestätigt auch eine Studie des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtpolitik und Sozialforschung. Gab es Anfang 1995 in Niederösterreich rund
18.500 geringfügig Beschäftigte, stieg diese Zahl zwei Jahre später bereits auf fast 22.000. Für Landesrat Traude Votruba wirft diese Entwicklung auch eine Vielzahl von Problemen auf. Zum einen bedeute eine geringfügige Beschäftigung kein existenzsicherndes Einkommen, zum anderen keine sozial- und pensionrechtliche Absicherung. Betroffen seien vor allem Frauen, die rund drei
Viertel der geringfügig Beschäftigten ausmachen. Für Frauen bedeute dieses Beschäftigungsverhältnis auch die Fortsetzung bestehender Abhängigkeitsverhältnisse, da gerade den weiblichen Arbeitnehmerinnen sehr oft die Versicherungszeiten für einen adäquaten Pensionsanspruch fehlen. Votruba: "Mit der geringfügigen Beschäftigungt provoziert man die Armut von morgen." Zum anderen gehe dieses Beschäftigungsmodell auch zu Lasten der Voll- und Teilzeitbeschäftigung. Hier sei auch die Wirtschaft gefordert, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Was vielfach nicht bekannt
ist: Geringfügig Beschäftigte haben heute die Möglichkeit, sich freiwillig sozial- und pensionsrechtlich abzusichern. Die Beitragsleistung beträgt 400 Schilling pro Monat.

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